ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe zieht Bilanz: Über 27.500 Notrufe allein im Juli und August 2002

Mehr als 300 verletzte und erkrankte Urlauber in zwei Monaten rückgeholt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Beim Drachen steigen lassen in Italien den Fuß gebrochen, auf einer Bergtour in Kroatien beim Klettern verunglückt, Unfall mit dem Motorrad auf Sardinien. Die Liste der in Not geratenen österreichischen Urlauber im Sommer 2002 ist lang. Allein im Juli und August langten bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe 27.528 Anrufe ein. Die Mitarbeiter des Clubs waren im Dauereinsatz, um verletzte und erkrankte Mitglieder nach Hause zu bringen, kaputte Fahrzeuge rückzuholen sowie rasch und unbürokratisch in allen Notsituationen zu helfen.

"An Spitzentagen gab es oft bis zu 800 Anrufe", berichtet Michael Tagunoff von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe über die besonders arbeitsintensiven Sommermonate. Insgesamt wurden im Juli und August 306 Österreicher nach Hause gebracht, 22 davon mit dem ÖAMTC-Ambulanzjet, der vor allem bei schweren Fällen und fernen Destinationen zum Einsatz kommt. Die meisten Rückholungen wurden mit dem Flugzeug in Begleitung eines Sanitäters oder Arztes, mit speziell ausgerüsteten Langstrecken-Ambulanzautos oder mit einem Lotsenfahrer im eigenen Auto durchgeführt. Besonders viele Krankenrückholungen gab es aus Italien, Slowenien und Kroatien. Es gab auch besonders tragische Fälle:

* Der Heimaturlaub einer türkischstämmigen Familie aus dem neunten Wiener Bezirk hatte ein jähes Ende. Auf der Heimfahrt kam es bei Sofia, Bulgarien, zu einem tragischen Unfall auf der Autobahn. Der 44-jährige Vater und seine Söhne (13 und 16) - alle drei schwer verletzt - wurden mit dem ÖAMTC- Ambulanzjet nach Wien überstellt.

* Der Urlaub einer steirisches Ehepaar endete jäh nach einem Großbrand im Hotel "Ambassador" in Opatija (Kroatien). Dank dem lauten Bellen ihres Hundes sind sie zwar dem Feuer entkommen, aber der Zustand des Ehemannes verschlechterte sich dramatisch, nachdem er zunächst wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurde. Mit Verdacht auf Herzinfarkt musste er sogar kurzzeitig auf die Intensivstation verlegt werden. Der ÖAMTC brachte den Patienten samt Gattin und Lebensretter, Hund "Ossi", bereits am Tag nach dem Brand in die Steiermark zurück.

* Eine Dienstreise nach Vidin (Bulgarien) endete für einen Steirer aus Irdning beinahe tödlich. Abends alleine auf dem Weg ins Hotel wurde der Mann von mehreren Männern brutal überfallen, beraubt und schwer verletzt im Straßengraben hilflos liegengelassen. Die Täter, von denen zwei in weiterer Folge aufgrund der Aussagen des Opfers von der Polizei verhaftet werden konnten, raubten dem Schwerverletzten Kreditkarten, Bargeld und Schmuck. Nach der Erstversorgung im Krankenhaus in Vidin wurde der Steirer mit einem ÖAMTC-Ambulanzjet nach Österreich ins Krankenhaus Kalwang überstellt.

* Beim Bergsteigen in Zadar (Kroatien) verunglückte ein 37-jähriger Mann aus Zistersdorf schwer. Der Niederösterreicher zog sich beim Absturz aus 15 Metern Höhe Rippenserienfrakturen, Wirbelbrüche und eine Lungenverletzung zu. Seine Gattin verständigte die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe noch von der Unfallstelle aus. Wenige Stunden später wurde der Verunglückte dank eines Sofort-Einsatzes des ÖAMTC-Ambulanzjets bereits in Wien operiert.

"Die Kosten einer Krankenrückholung betragen oft zigtausende Euro, sind aber durch den ÖAMTC-Schutzbrief zur Gänze gedeckt", so Michael Tagunoff.

Immer wieder langen beim Club Dankesschreiben von Mitgliedern ein, denen aus der Misere geholfen werden konnte. Tausende blieben im Sommer 2002 wegen eines kaputten Fahrzeugs im Urlaub "liegen". So streikte auch das Auto einer Wiener Urlauberfamilie auf einer italienischen Autobahn. Ein Anruf bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe, das Auto wurde nach Österreich geschleppt und bei einer Werkstätte abgestellt, die Familie konnte die Fahrt mit einem Club-Ersatzwagen fortsetzen. Ein Beispiel von vielen. "Schutzbrief und Handy sind die einzig notwendigen Utensilien, um gut wieder nach Hause zu kommen", schrieb der Mann - seit 30 Jahren ÖAMTC-Mitglied - in einem Dankes-Mail. Tagunoff: "Das bestärkt das Schutzbrief-Team ungemein in der Arbeit." Fahrzeugrückholungen gab es in den Sommermonaten Juli und August insgesamt 1.478. Mehrere Fahrzeuge wurden sogar aus Russland, Ägypten, Tunesien und Syrien zurückgeholt.

Die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe sind unter Tel. +43/1/25 120 00 rund um die Uhr erreichbar, für medizinische Notfälle steht die Nothilfe-Nummer +43/1/25 120 20 zur Verfügung.

ÖAMTC schützt mit Schutzbrief über zwei Millionen Österreicher

Über zwei Millionen Österreicher - ÖAMTC-Schutzbrief-Inhaber mit ihren Angehörigen - sind durch einen ÖAMTC-Schutzbrief geschützt und erhalten innerhalb Europas und den Mittelmeer-Anrainerstaaten umfassende Hilfeleistungen, wie Krankenrücktransport, Hubschrauber-Rettung im In- und Ausland und Verlegungstransporte ins Heimat-Krankenhaus oder Fahrzeugrücktransport.

Den Schutzbrief gibt es exklusiv für ÖAMTC-Mitglieder. Um 25,51 Euro pro Jahr sind das Mitglied, dessen Partner und deren Kinder bis zum 19. Lebensjahr geschützt. Der ÖAMTC-Schutzbrief ist bei allen ÖAMTC-Dienststellen erhältlich und kann über die Homepage des Clubs im Internet unter http://www.oeamtc.at/schutzbrief angefordert werden.

Zusätzlich zum europaweit gültigen Schutzbrief gibt es für Fernreisen den "Weltreise-Krankenschutz", der den Inhaber, dessen Partner und minderjährige Kinder weltweit schützt. Der Aufpreis dafür beträgt jährlich 24,48 Euro. Für eine 31- jährige Grazerin machte sich der "Weltreise-Krankenschutz" diesen Sommer bezahlt. Die Frau musste wegen einer schweren internen Erkrankung von Peking via Hongkong nach Österreich geflogen werden. Die Kosten der Rückholung -über 35.000,- Euro - übernahm der Club zur Gänze.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial - vom Rückholfahrzeug bis zum Ambulanzjet - und eine ÖAMTC-Notrufstationen-Grafik finden Sie im ÖAMTC-Foto-Service im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse.

(Schluss)
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