ÖH: Abfederung sozialer Härtefälle ist Aufgabe des Ministeriums

Ansturm auf die Sozialtöpfe der ÖH

Wien (OTS) – Die mit dem Wintersemester 2001/02 eingeführten Studiengebühren haben einen massiven Ansturm auf die Sozialtöpfe der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) zur Folge. Studierende mit realen Schicksalen, die etwas banal als soziale Härtefälle bezeichnet werden, sehen sich aufgrund mangelnder bzw. ausbleibender finanzieller Unterstützung durch das Ministerium gezwungen, die Leistungen der ÖH in Anspruch zu nehmen. Bildungsministerin Gehrer sollte mittlerweile erkannt haben, dass mit den Studiengebühren eine absolut kontraproduktive und unsoziale Maßnahme gesetzt wurde, welche nachweislich zu rückläufigen Studierendenzahlen und weniger Erstsemestrigen (SS 2002: rund 14 %) geführt hat. Insbesondere Berufstätige und AlleinerzieherInnen sahen sich durch die Bildungshürde Studiengebühren zu einem Abbruch ihrer Unikarriere gezwungen. Der offene Zugang zu Universitäten bleibt mit Studiengebühren eine gehrersche Illusion.****

"Um gleiche Chancen auf Bildung für alle zu gewährleisten,
richten wir erneut einen Appell an alle Parteien: Abschaffung der Studiengebühren und Stop der Implementierung des UG 2002 sind das Gebot der Stunde", so ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. "Die bildungspolitische Wende hat den Ausverkauf der Bildung eingeleitet, ‚soziale Härtefälle’ en masse produziert und eine Entdemokratisierung an den Hochschulen initiiert. Die Bedürfnisse und Wünsche der StudentInnen an ein österreichisches Bildungssystem wurden bislang von Gehrer schlicht ignoriert. Wir rechnen aber fix mit einem Ende der bildungspolitischen Inkompetenz und Kurzsichtigkeit", erklärt die zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, Anita Weinberger.

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