Umfrage: Großer Nutzen von Wissenschaft und Kultur

Wirtschaftliche Bedeutung dieser beiden Bereiche

Wien (OTS) - Die Wiener glauben an den großen wirtschaftlichen Nutzen, den Wissenschaft und Kultur für die Stadt haben. Das hat sich bei einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft ergeben, die im August unter 1009 Personen gemacht wurden. Davon meinten 82 Prozent, dass die Wissenschaft einen sehr großen bzw. großen Nutzen für die Stadt bringe, 90 Prozent, dass dies für die Kultur zutreffe. Bei der Pressepräsentation der Studie am Dienstag, die der Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, Hubert Christian Ehalt gemeinsam mit Thomas Reindl und Herbert Skarke von der SWS vornahmen, betonten alle drei, dass die Ergebnisse für die Aufgeschlossenheit der Wiener Bevölkerung gegenüber Wissenschaft und Kunst sprächen. Ehalt wies weiters darauf hin, dass die SWS als eine von 400 aktiven Wissenschaftsvereinen von der Stadt Wien unterstützt werde und kontinuierlich mit Meinungsumfragen die Stimmung der Bürger zu verschieden, die Stadt betreffenden Fragen eruiere. Zum Thema dieser Umfrage sei zu sagen, dass es darum gehe, das Klima in Wien noch wissenschaftsfreundlicher zu gestalten. Die Stadt selbst gebe über 140 Mio. EUR jährlich für die Wissenschaft aus und verfüge über sieben Fonds zur Unterstützung der Wissenschaften, wozu gerade als neueste Einrichtung der Wiener Wissenschafts- und Technologie Fonds mit jährlich 10 Mio. EUR Förderungsmitteln komme.****

Aus weiteren Details der Umfrage ergab sich, dass die Wiener dem technischen Fortschritt mit insgesamt 57 Prozent Nutzenszuschreibung zwar positiv, aber doch mit einer gewissen Reserve gegenüberstehen. Was den Industriestandort Wien betrifft, gibt es Abwanderungsängste, aber auch mit 63 Prozent ein großes Zustimmungspotential zur Neuansiedlung von Betrieben, wobei umweltverträgliche Betriebe (80 Prozent) und Betriebe, die zusätzliche Arbeitsplätze für Österreicher schaffen (82 Prozent) gewünscht werden. Technischen Neuerungen gegenüber seien die Wiener, so die Umfrage, zu 58 Prozent sehr aufgeschlossen bzw. eher aufgeschlossen. Als besonders wichtig im Forschungsbereich werden die Medizintechnik (73 Prozent Zustimmung) und Umwelt- und Recyclingtechnik (60 Prozent), gefolgt von Energietechnik (43 Prozent), Computer- und Kommunikationstechnik und Bio- und Gentechnik (beide 29 Prozent) gewertet. Dem entsprechend solle auch in Zukunft am meisten in die medizinische Forschung investiert werden.

Im Bereich Kultur wird finanziell verstärkte Förderung für Museen und Ausstellungen (57 Prozent), gefolgt von Theater (51 Prozent), Musiktheater (45 Prozent), Klassische Konzerte (42 Prozent), Film und Kino (36 Prozent) und Rock, Pop und Jazz (31 Prozent) gewünscht.

Sowohl in der Kultur als auch in der Wissenschaft nehmen die Wiener einen Führungsanspruch im mittelosteuropäischen Raum in Anspruch. Auf die Frage, welche Bildungsinstitutionen gefördert werden sollen, sprachen sich in den Bereichen Kindergärten, Schulen und im universitären und Fachhochschulbereich jeweils rund zwei Drittel für eine verstärkte Förderung aus. (Schluss) gab/bs

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