Kuntzl fordert U-Aussschuss um dubiose Vorgänge um die Abfangjäger-Entscheidung zu klären

Wien (SK) "Von Stunde zu Stunde wird klar, dass wir vor einem Scherbenhaufen stehen. Von Stunde zu Stunde wird klar, wie groß dieser Scherbenhaufen ist", erklärte am Dienstag SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl in einer Pressekonferenz, in der sie einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den "im allerhöchsten Ausmaß aufklärungsbedürftigen" Vorgänge rund um die EADS-Entscheidung in der Abfangjäger-Causa forderte. Kuntzl hält es in dieser Angelegenheit "für möglich, dass der eine oder andere Abgeordnete der freiheitlichen Partei" diesen Antrag "mitunterstützt".****

In der Causa Abfangjäger gebe es "dichte Gerüchte von sehr großer und umfassender Tragweite". Die Rede sei "von wirtschaftlichen Interessen, ohne das genau zu definieren". Es würden sich in diesem Zusammenhang die "Gerüchte von Geldflüssen verdichten". Die SPÖ werde daher nächste Woche einen Antrag auf Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses stellen. Kuntzl erklärte, dass sich die Regierungsparteien in dieser Causa "nicht länger drücken können".

Im Raum stehen für Kuntzl im Zusammenhang mit den Abfangjägern die Vorwürfe Jörg Haiders bezüglich der Bedrohung seiner Familie. "Ich halte es für äußerst wichtig, dass hier die Staatsanwaltschaft ermittelt", meinte Kuntzl, die warnte, dass diese Angelegenheit nicht "als Show-Einlage" betrachtet werden dürfe. Der parlamentarische Untersuchungs-Ausschuss möge "Licht ins Dunkel bringen", in der Zwischenzeit solle "alles gestoppt werden, was mit der Beschaffung der Abfangjäger im Zusammenhang steht", sagte Kuntzl. (Schluss) up

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