WKÖ und Innenministerium starten Initiative für mehr Sicherheit im Internet

Leitl: Unsicherheit bremst Wachstum - Strasser begrüßt Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe - Telefit-Road Show der WKÖ ab Frühjahr 2003

Wien (PWK659) - Unter der Devise "Mehr Sicherheit im Internet" setzen Innenministerium und Wirtschaftskammer Österreich ab Oktober eine Reihe gemeinsamer Initiativen, um die Rahmenbedingungen für die IT-Infrastruktur zu verbessern und das Vertrauen der Wirtschaft und Konsumenten in die modernen Technologien zu stärken.

Als erste konkrete Maßnahme kündigten WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Innenminister Ernst Strasser heute, Dienstag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Haus der Wirtschaft die Einrichtung einer gemeinsam beschickten Arbeitsgruppe an. Experten des Innenministeriums sowie von Unternehmen aus der IT-Branche werden dabei besonders für KMU interessante Firmenpakete zur Hebung der Datensicherheit ausarbeiten. Die Tätigkeit dieser Expertengruppe ist nicht auf eine bestimmte Zeit befristet, sondern als "work in progress" zu verstehen, betonte Präsident Leitl. Dieser "begleitende Prozess" soll dazu beitragen, das noch vorhandene Misstrauenspotenzial abzubauen. Die Wirtschaftskammer wird darüber hinaus im Frühjahr 2003 eine weitere Road Show durch ganz Österreich starten. Diese "Telefit"-Road Show ist als umfangreiche Info-Kampagne zur Aufklärung und Sensibilisierung über Fragen der Sicherheit im Internet angelegt.

Wie Leitl berichtete, wurden in einer von der WKÖ in Auftrag gegebenen Umfrage von legend.at unter Österreichs "Top 500"-Unternehmen "mangelnde Rechts- und Datensicherheit" als Haupthemmnis für ein stärkeres Engagement der Unternehmen im e-business genannt. Der Studie zufolge würden 83 Prozent der Top 500-Unternehmen Online-Dienste der Gewerbebehörden, Gerichte und der Finanzverwaltung nachfragen und nutzen wollen. 42 Prozent hegen allerdings Bedenken bezüglich Sicherheit und Datenschutz.

In einem Jahr soll eine weitere Untersuchung durchgeführt werden, kündigte Leitl an. Diese soll zeigen, ob der Anteil der Unternehmen, die Vertrauen in die Datensicherheit im Internet haben, als Folge der ergriffenen Maßnahmen in der Zwischenzeit zugenommen hat.

Innenminister Strasser nannte den heute erfolgten "Startschuss für mehr Sicherheit im Netz" eine "gute Premiere". Cyberkriminalität sei kein Kavaliersdelikt, ein enger Schulterschluss von Wirtschaft und Sicherheitsministerium daher ein ganz wesentlicher Schritt. Ausdrücklich begrüßte der Minister die Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Um die Rechtssicherheit in diesem Bereich voranzutreiben, seien allerdings mehr Anzeigen seitens der Betroffenen notwendig. "Vieles wird nicht angezeigt. Wir brauchen hier noch eine Bewusstseinsschärfung", sagte Strasser.

Der eBusiness-Umsatz über das Internet erreichte in Österreich im vergangenen Jahr bereits mehr als zehn Milliarden Euro. Durch den höheren Anteil kommerzieller Daten am Internet wird daher auch der Schutz dieser Daten und Datenträger immer wichtiger. (hp)

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