Brauner: Wiener Integrationspolitik landet internationalen Erfolg

Stadträtin holt internationale Metropolis-Konferenz mit mehr als 1.000 TeilnehmerInnen kommendes Jahr nach Wien

Wien (OTS) - "Sprachoffensive, Willkommensmappe, Orientierungsgespräche, Notfallswohnungen und bald AusländerInnenWahlrecht - die Wiener Integrationspolitik erntet auch international unter renommierten ExpertInnen hohe Anerkennung", erklärte Wiens Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner am Dienstag gegenüber der Rathauskorrespondenz.

Brauner, die gerade zwei Tage in Oslo auf der heurigen Metropolis-Jahres Konferenz verbrachte und ExpertInnen aus der ganzen Welt traf, konnte auch weitere positive Nachrichten vermelden: "Es ist uns gelungen, die Metropolis-Konferenz 2003 nach Wien zu holen. Damit verstärken wir den Ruf Wiens als weltoffene und integrationsfördernde Stadt und bewirken mit mehr als 1.000 Konferenz-TeilnehmerInnen auch einen wichtigen Impuls für den Tourismus in unserer Stadt."

Brauner, die den Aufenthalt in Oslo auch dazu nutze, um sich die norwegische Integrationspolitik vor Ort anzusehen, übte nach ihrer Rückkehr heftige Kritik am Integrationsvertrag: "Mit dem so genannten "Integrationsvertrag" und den verpflichtenden Deutschkursen, die Strafen und Sanktionen bis hin zur Ausweisung vorsehen, führt uns die derzeitige Bundesregierung ins europaweite Abseits. Denn in keinem anderen Land gibt es eine so restriktive Regelung, die eine Prüfung nach 100-Stunden Kurs und dazu noch mit so schweren Sanktionen vorsieht."

Norwegen habe den Sprachkurs für ZuwanderInnen, der bisher 350 Stunden vorgesehen hat, nun auf 800 bis zu 3.000 Stunden ausgeweitet. "Eine erfolgreiche Prüfung nach 100 Stunden konnte sich niemand auch nur im Ansatz vorstellen", stellte Brauner fest. Sie richtete daher einmal mehr den dringenden Appell an den derzeitigen Bundeskanzler Schüssel, die Verordnung zum Integrationsvertrag nicht zu erlassen.

Metropolis ist ein seit 1995 bestehendes weltweites Netzwerk mit dem Ziel, VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und von NGOs einen permanenten Erfahrungsaustausch in Sachen Integration zu ermöglichen. Zahlreiche Einrichtungen und Institutionen aus weit mehr als 20 Ländern sowie internationale Organisationen - darunter auch die europäische Kommission - sind mittlerweile im Metropolis-Netzwerk vertreten. Die Stadt Wien wurde bei der letztjährigen Konferenz in Rotterdam als erste Stadt Vollmitglied in diesem Netzwerk.

An der heurigen Konferenz haben neben VertreterInnen der Stadt Wien und des Wiener Integrationsfonds sowie Irene Stacher (International Centre for Migration and Development Policy Development) auch die renommierten österreichischen WissenschafterInnen Rainer Bauböck (Akademie der Wissenschaften) und Bernhard Perchinig (Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung) teilgenommen.

Die Konferenz kommendes Jahr findet von 15. - 19. September 2003 im Wiener Rathaus unter dem Motto "Gaining from migration - A global perspective on opportunities for economic and social prosperity" statt. ( http://www.international.metropolis.net/ ) (Schluss) sl

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