Industriellenvereinigung: Chancen der Globalisierung erkennen

Berechtigte Sorgen der Globalisierungskritiker sind aber ernst zu nehmen - IV startet gemeinsam mit Wirtschaftsministerium intensiven Dialog zum Thema Corporate Social Responsibility - Guideline für österreichische Unternehmen als Endprodukt

Wien (PdI) Anlässlich des European Economic Summit im Rahmen des World Economic Forum betont die Industriellenvereinigung (IV) die Chancen der Globalisierung. "Gerade eine kleine Volkswirtschaft wie Österreich ist wirtschaftlich abhängig von internationaler Kooperation", erklärte IV-Generalsekretär Dkfm. Lorenz Fritz. Die Sorgen der Globalisierungsgegner müssten jedoch ernst genommen werden. Vor allem ist das Vertrauen in die Wirtschaft seit den US-amerikanischen Bilanzfälschungsskandalen der jüngsten Vergangenheit nachhaltig beschädigt.

Für die Industriellenvereinigung ist die Eigenverantwortung der Unternehmer im Umgang mit Globalisierung entscheidend, dies haben viele Betriebe bereits erkannt: Immer mehr Unternehmen bekennen sich freiwillig zu Verhaltensregeln, sogenannten Codes of Conduct.
Um die Perspektive der österreichischen Industrie verstärkt im Bereich der "Corporate Social Responsibility" einbringen zu können, wird auf Initiative der Industriellenvereinigung gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium in den nächsten Monaten ein intensiver Dialog mit den Mitgliedern und der Zivilgesellschaft geführt. "Als Ergebnis erwarten wir uns eine klare Position der Industrie und eine Guideline für die österreichischen Unternehmen, um sich sicher am internationalen Markt unter den neuen Rahmenbedingungen bewegen zu können", erläutert Fritz.

Die Industriellenvereinigung verweist in diesem Zusammenhang auch auf die durchaus konstruktiven und richtungsweisenden Ergebnisse anlässlich des World Summits on Sustainable Development, der vom 26. August bis 4. September 2002 in Johannesburg (Südafrika) stattgefunden hat. Die internationale Staatengemeinschaft wird im Plan of Implementation aufgefordert, eine Corporate Social Responsibility und die Accountability sowie den Austausch von Best-Practice im Kontext der Nachhaltigen Entwicklung zu fördern. Zudem wird die Industrie ermutigt, ihre Performance im Bereich Soziales und Umwelt auf Basis freiwilliger Initiativen - insbesondere Code of Conduct, Reporting - darzustellen. "Dies darf aber nicht bedeuten, dass sich die Regierungen aus ihrer Verantwortung stehlen können", so Fritz. Die Wirtschaft benötige stabile politische Rahmen um langfristige Entscheidungen treffen zu können. Zudem sei an dieser Stelle die Erkenntnis des Summits hervorgehoben, dass die Wirtschaft eine unverzichtbare und integrative Rolle bei der Nutzbarmachung der Globalisierung für alle spielt.

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