Patent-Schutz ist wichtiger Standortfaktor für österreichische Biotech-Unternehmen

Zwei Drittel der Baxter Pharmaforscher in Österreich Blühende Biotech-Landschaft im Interesse des Unternehmens

Wien (OTS) - Österreich muss die europäische Patentrichtlinie umsetzen, damit das Land insbesondere für junge Biotech-Unternehmen attraktiv bleibt. Das erklärte heute ( 13. September) Univ.-Prof. Dr. Friedrich Dorner, beim Besuch von Min. Ing. Mathias. Reichhold, Minister für Verkehr, Innovation und Technologie bei der Baxter AG. Dorner ist verantwortlich für die weltweiten Forschungsaktivitäten des Konzerns auf dem Gebiet der Biotechnologie und biopharmazeutischer Präparate (dem Geschäftsbereich "BioScience).

Das einzige Kapital von Biotech-Startups sei deren "intellektuelles Eigentum", sagte Dorner. Wenn dieses nicht durch eine moderne Patentgesetzgebung geschützt werde, verliere Österreich im internationalen Wettbewerb um Neugründungen und Ansiedlungen solcher Untenehmen. Eine blühende Biotech-Landschaft liege auch im Interesse von Großunternehmen wie Baxter, weil sich damit eine Vielzahl an Kooperationsmöglichkeiten im beiderseitigen Vorteil ergeben. Dorner nannte beispielsweise die Zusammenarbeit in der Entwicklung und klinischen Forschung oder bei der Nutzung von Produktions- und Vertriebslizenzen. Derzeit ist Baxter mit drei jungen Biotech-Unternehmen in Österreich in konkreten Verhandlungen über solche Kooperationen.

Österreich spielt für Baxter eine wesentliche Rolle als größter Forschungs- und Produktionsstandort außerhalb der USA. Seit der Übernahme der Immuno 1997 hat Baxter in wien und Orth/NÖ 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mehr als zwei Drittel der 800 Forscher der "BioScience Division" arbeiten in den Labors und Büros in Orth an der Donau und in Wien. In Österreich hält das Unternehmen derzeit rund 190 aktive Patente. Bei der Entscheidung über Forschungsinvestitionen müsse sich Österreich freilich immer dem konzerninternen Wettbewerb stellen, vor allem mit Standorten in den USA. Dorner appellierte daher an die Politik, die Biopatentrichtlinie möglichst bald umzusetzen, um für Start-ups und Großunternehmen gleichermaßen die Attraktivität des Standortes Österreich zu stärken.

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