ORF-Stiftungsrat mit Berichten zur positiven Entwicklung des Unternehmens

Resolution gegen Privatisierung von FM4

Wien (OTS) - Unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Klaus
Pekarek fand am Donnerstag, dem 12. September 2002, im ORF-Zentrum Wien eine Sitzung des ORF-Stiftungsrats statt. Auf der Tagesordnung standen Berichte von Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und des Kaufmännischen Direktors Dr. Alexander Wrabetz über die positive Entwicklung des Unternehmens und die gute Akzeptanz der ORF-Angebote im ersten Halbjahr 2002, in weiteren Tagesordnungspunkten ging es u. a. um die Aufnahme des Geschäftszweigs Musikverlag durch die ORF-Enterprise und um die Einrichtung von Aufsichtsräten in Tochterfirmen. Der ORF-Stiftungsrats verabschiedete eine Resolution gegen Pläne zur Privatisierung von FM4.

Generaldirektorin Dr. Lindner: Positive Entwicklung der drei Medien Fernsehen, Radio und ORF.at

Wie Generaldirektorin Dr. Monika Lindner in ihrem Bericht an den Stiftungsrat ausführte, haben sich alle drei Medien des ORF sehr gut entwickelt. Das ORF-Fernsehen erreichte im August 2002 einen KaSat-Marktanteil von 46,0 Prozent, das ist ein Plus von 0,7 Prozentpunkten gegenüber August 2001. Die Hauptkonkurrenten des ORF -RTL, SAT.1, PRO7, RTL2, Kabel1, VOX, ARD und ZDF - erreichten im August 2002 in den österreichischen Kabel- und Satellitenhaushalten einen Marktanteil von insgesamt 36,6 Prozent, das ist ein Minus von 1,1 Prozentpunkten gegenüber August 2001. Sehr gut angenommen wird auch das Angebot der ORF-Radios, die laut Radiotest im ersten Halbjahr 2002 ihre Marktführerschaft mit einem Gesamtmarktanteil von 82 Prozent und täglich 5,4 Millionen Hörern behaupten konnten. ORF.at, das dritte Medium des ORF, ist ebenfalls klarer Marktführer:
Die Österreichische Web-Analyse für August 2002 weist 150 Millionen Page-Impressions - das ist der höchste Wert seit Einführung der ÖWA im Jahr 1998 - und 20,4 Millionen Visits aus.

Kaufmännischer Direktor Dr. Wrabetz: Wirtschaftsdaten für erstes Halbjahr 2002 ebenfalls positiv

Von einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr konnte auch der Kaufmännische Direktor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, berichten. Dank der Bemühungen der ORF-Enterprise hat sich die Werbung im zweiten Quartal stabilisiert, die Werbebuchungen liegen über den Planzahlen. Dank der Bemühungen der Gebühren Info Service GmbH (GIS) konnten seit Beginn des Jahres 44.000 zahlende Teilnehmer gewonnen werden - die Anzahl der zahlenden Teilnehmer liegt derzeit bei mehr als 2,5 Millionen. In Verbindung mit dem verstärkt weitergeführten Sparkurs mit einer deutlichen Kostensenkung weist das Ergebnis für das erste Halbjahr ein Plus von 0,5 Millionen Euro auf.

Aufnahme des Geschäftszweigs Musikverlag durch die Enterprise

Einstimmig angenommen wurde vom ORF-Stiftungsrat die Aufnahme des Geschäftszweigs Musikverlag durch die Enterprise. Es geht dabei um vom ORF beauftragte Musikproduktionen für eigenproduzierte Serien, Dokumentationen, Auftragsproduktionen, Koproduktionen, Signations u. a. Durch die Gründung eines Musikverlags im Rahmen der ORF-Enterprise GmbH & Co KG sollen nun jene Erlöse durch den ORF realisiert werden, die dem Verleger von Musikwerken entsprechend dem Verteilungsschlüssel der Verwertungsgesellschaften zufließen.

Einrichtung von Aufsichtsräten in ORF-Tochterfirmen

Der Antrag zur Einrichtung von Aufsichtsräten in ORF-Tochterfirmen wurde vom Stiftungsrat mehrheitlich angenommen.

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Pressesprecher Günther Kallinger
Tel.: (01) 87 878-12228
http://kundendienst.orf.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0003