Knotzer: Bundesforste: Großindustrieller als neuer Waldbesitzer ordnet großflächige Schlägerungen in Bad Vöslau an

FPÖVP-Bundesregierung hat Ausverkauf unserer Wälder möglich gemacht

St. Pölten, (SPI) - "Schon als der Verkauf der Forstschule und vor allem der Forstwälder in Bad Vöslau, Pottenstein, Weißenbach und Furth im Ausmaß von 900 Hektar in die Wege geleitet wurde, habe ich davor gewarnt, dass diese Waldflächen an einen Industriellen verkauft werden, der nichts anderes im Sinn hat, als den Wald einzuzäunen oder großflächig zu schlägern", betont Traiskirchens Bürgermeister Landesart Fritz Knotzer. Den Forstwald in Bad Vöslau wollte aber nicht nur jener Großindustrille erwerben, sondern auch eine Gemeinschaft von Bauern. Die FPÖVP-Bundesregierung hat den Verkauf von Bundeswäldern mit dem Argument gerechtfertigt, dass diese Wälder von heimischen Landwirten gekauft werden sollen. Den Antrag auf Verkauf des Waldes an den Industriellen statt an die ortsansässigen Landwirte hat der sogenannte Bauernvertreter VP-NR Karl Donabauer gestellt. "Soviel zur Theorie - beim Verkauf des Bundesforstwaldes in Bad Vöslau wurde ein Großindustrieller der Gemeinschaft an Landwirten als Käufer vorgezogen - ein Großindustrieller, der zufällig ein sehr guter Freund des FP-Politikers Prinzhorn ist. Dieses konkrete Beispiel in Bad Vöslau bestätigt einmal mehr das skandalöse Vorgehen der FPÖVP-Bundesregieurung beim Ausverkauf öffentlicher Wälder", so Knotzer weiter.****

Die Wälder in unserer Heimat sind nicht nur ein wertvoller Speicher von sauberen Wasserreserven, sondern sie bieten uns allen auch die Möglichkeit der Naherholung. Gerade der Wienerwald erfüllt diese wichtige Funktion für Tausende Menschen und anlässlich dem Jubiläum "1000 Jahre Wienerwald" wird er zur Recht als Naturjuwel bejubelt. "Umso schmerzhafter ist es, wenn ein Großindustrieller einen Wald, der zu dieser Region gehört, wirtschaftlich so intensiv nutzt, dass dieser Waldteil ganz sicher zumindest vorübergehend keinen Erholungswert mehr für die Menschen bietet. Deshalb habe ich auch Bürgermeister Flammer aufgefordert, gegen den Verkauf des Forstwaldes in Bad Vöslau Protest einzulegen. Außerdem habe ich angeregt, falls der Verkauf nicht verhindert werden kann, dass die Stadtgemeinde Bad Vöslau den Wald kaufen sollte, damit der Bevölkerung dieser Wald auch in Zukunft als Erholungsraum zur Verfügung steht. Beide Vorschläge jedoch wurden ignoriert. Ich befürchte auch, dass Bad Vöslau kein Einzelfall bleiben wird, denn beispielsweise beabsichtigt derselbe Großindustrielle in Furth/Triesting größere Baumschlägerungen. Dies hätte noch viel gravierendere Auswirkungen, denn wir alle wissen, wie wichtig die Wälder als Wasserspeicher und somit als Hochwasserschutz sind. Trotzt der Wälder kam es vergangenen Juni zu einer verheerenden Hochwasserkatastrophe, die in Furth ihren Anfang nahm. Wenn jetzt gerade in dieser sensiblen Zone noch Rodungen durchgeführt werden, kann sich ein jeder ausrechnen, was das zu bedeuten hat. Deshalb muss dem Ausverkauf von Bundeswäldern an gewinnsüchtige Großindustrielle endlich ein Riegel vorgeschoben werden", betont Knotzer.
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