Eurofighter-Boss warnt in NEWS: Milliardenauftäge vor Platzen

Wenn Jet-Deal platzt, geht Grand Cherokee-Produktion in die USA

Wien (OTS) - Nachdem die Regierung nun den Abfangjäger-Deal, der gerade zur Unterzeichnung anstand, offenbar platzen lässt, droht Ungemach für Österreichs Wirtschaft seitens des Eurofighter-Herstellers EADS. Der europäische Großkonzern hatte zahlreiche Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro zugesagt. "Diese Aufträge", so stellt EADS-Vizechef Klaus-Dieter Bergner im NEWS-Gespräch nun klar, "waren immer nur als Gegengeschäfte geplant und werden nur dann an österreichische Unternehmen gehen, wenn der Kauf der Eurofighter zustande kommt."

Konkret nannte Bergner zwei Aufträge, die gleich nach der Unterzeichnung des Abfangjäger-Deals hätten vergeben werden sollen:
Magna Steyr hätte den Nachfolger des Jeep Grand Cherokee in Österreich fertigen sollen. "Ohne die Eurofighter-Bestellung lässt DaimlerChrysler dieses Modell aber in den USA produzieren", so Bergner. Das Volumen dieses Auftrages bezifferte Bergner mit 400 Millionen Euro.

Ebenfalls um einen 400-Millionen-Euro-Auftrag geht es für den Rieder Flugzeugkomponenten-Hersteller FACC, der durch den Eurofighter-Deal zum wichtigen Airbus-Zulieferer aufgestiegen wäre. "Allein aus diesem Deal würden sofort 50 Aufträge an Klein- und Mittelbetriebe weitergegeben", erläutert Bergner die Bedeutung für Österreichs Gesamtwirtschaft.

Die EADS glaubt trotz der ungünstigen politischen Vorzeichen noch, den Abfangjäger-Auftrag doch noch zu bekommen. "Wir bringen Österreich Wirtschaft den High-Tech-Anschluss an die Weltwirtschaft und sind deshalb zuversichtlich", so Bergner zu NEWS.

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