EDUCATION NOT PROFIT – FÜR EIN OFFENES BILDUNGSSYSTEM

Marktwirtschaft hat an den Universitäten nichts verloren

Wien (OTS) – Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) nimmt gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen und Institutionen am Alternativgipfel zum WEF 2002 in Salzburg teil. Die ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz wird am 14. September über die Vorstellungen der ÖH zu einem unabhängigen und offenen Bildungssystem referieren. Am Sonntag dem 15.9.2002 demonstrieren die GlobalisierungskritikerInnen gegen die hegemonialen Interessen der
Wirtschaft und für eine soziale Globalisierung. Am darauffolgenden Montag vertritt die ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger die ÖH bei der Pressekonferenz von ATTAC. Auf nach Salzburg, Buskarten und Informationen unter www.esf-vienna.org/wef!****

Die österreichischen StudentInnen sind seit Einführung der Studiengebühren mit einem beängstigenden Ökonomisierungsprozess der Bildung konfrontiert. Den Höhepunkt der Verankerung marktwirtschaftlicher Prinzipien an den Hochschulen bildet das im Juli diesen Jahres beschlossene Universitätsgesetz 2002. Die ÖH sieht in dieser kurzsichtigen Reform eine Zerschlagung der funktionierenden demokratischen Strukturen und eine drohende Abhängigkeit der Universitäten vom Gutdünken und der Freigiebigkeit der Wirtschaft. "Bis dato haben wir den Kurs des Kahns Universität als gleichwertiger Teil der Crew mitbestimmt. Zukünftig werden wir in Fesseln gelegt in eine vom Kapitän vorgegebene Richtung rudern", erklärt die ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. "Die Galeere wird durch die Wirtschaft finanziert und trägt den Namen Ges.m.b.Z., Gesellschaft mit beschränktem Zugang, der Kapitän ist weiß, männlich und Professor", skizziert die zweite Frau im Vorsitzteam Anita Weinberger die bevorstehenden Verschlechterungen an Österreichs Universitäten.

Die treibenden Liberalisierungskräfte, allen voran die USA, Australien und Neuseeland, haben den Wert der Bildung (ca. 2 Billionen Dollar) für die Ökonomie erkannt und planen eine Degradierung des Gutes Bildung zu einer schlichten Ware. "Wir stellen uns mit aller Kraft gegen die Liberalisierungsbestrebungen im Bildungsbereich. Mit der Teilnahme am WEF fordern wir gleiche Chancen auf Bildung für alle und vor allem offene, demokratisch organisierte Universitäten. Diese Ansprüche an ein Bildungssystem implizieren die Abschaffung der Studiengebühren und eine Rücknahme des Universitätsgesetzes", fordern die ÖH-Vorsitzenden Mautz und Weinberger. Alle jene Menschen, die sich mit diesen zukunftsweisenden Ansätzen und den Zielen des Alternativgipfels in Salzburg vom 14./15. September identifizieren können seien aufgefordert, nach Salzburg zu kommen und in Form eines friedlichen Protestes ihrem Unmut über die hegemonialen Interessen der Wirtschaft Ausdruck zu verleihen, so die beiden Vorsitzenden weiter.

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Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Fabian
ÖH-Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/43-56-444

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