- 10.09.2002, 11:53:25
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Gradwohl zu Abfangjäger: Schüssel hat Realitätsbezug völlig verloren!
Unterzeichnung des Ankaufvertrages für Abfangjäger nach Scheitern der Regierung Zeichen der Entrückung
Wien (SK) "Endlich weiß ich, warum der baldige Ex-Kanzler Schüssel in
den letzten zwei Jahren zum größten Schweiger der Nation mutierte",
stellte der stellvertretende SPÖ-Klubobmann Heinz Gradwohl im
Anschluss an die gestrige "Pressekonferenz des Scheiterns" des
Bundeskanzlers fest. Auf die Frage eines Journalisten, ob Schüssel es
nach diesem Scheitern des "schwarz-blauen Experiments" in Ordnung
finde, dass am kommenden Freitag voraussichtlich der Ankaufsvertrag
der Eurofighter unterschrieben wird, antwortete dieser zuerst mit
"Ich weiß nicht, was am Freitag passiert und bin nicht informiert,
wie weit die Verhandlungen sind", was seine "Fähigkeiten" als Manager
der Republik unterstreicht, um nach Aufklärung über den Sachverhalt
mit "Selbstverständlich!" zu antworten. "Zum einen hat sich Schüssel
damit bei mehreren, längeren Statements schon früher eine Blässe
seiner Managerfähigkeiten geleistet, weshalb er bisher zu wichtigen
Fragen der Republik und der Regierungspolitik schwieg, und zum
anderen hat er mit seinem "Selbstverständlich!" klar gemacht, dass
ihn sein Machtrausch der Realität völlig entrückt hat", so Gradwohl
Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Wie anders wäre es zu erklären, dass sich der mehrfach gewendete
Wendekanzler sonst dazu hinreißen ließ, im Abtreten noch eine
Belastung der Bevölkerung - die im übrigen mit überwältigender
Mehrheit gegen den Ankauf der Eurofighter ist - in der Höhe von zwei
Milliarden Euro aufs Auge drücken zu wollen - und damit im "Schmerz
des Scheidens von der Macht" auch noch ein unverantwortliches Ei für
die Zukunft zu legen. "So wenig Verantwortungsbewusstsein gegenüber
der Bevölkerung hätte ich nicht einmal dem scheidenden Bundeskanzler
zugetraut", unterstrich Gradwohl. Daher sei das Abdanken der
Regierung "wohl das Beste, was unserer schönen Republik in den
letzten zweieinhalb Jahren passiert ist", schloss der
SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) ns/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
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