"Ich bRAUCHs nicht!"

Neue Pro-Nichtraucher-Kampagne des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ)

Wien (OTS) - Positive Bestätigung der jungen NichtraucherInnen statt erhobener Zeigefinger für die RaucherInnen, das ist die Konzeption der Kampagne "Ich bRAUCHs nicht". Der Fonds Gesundes Österreich reagiert mit einer maßgeschneiderten Kampagne auf die Tatsache, dass bereits ganz junge Kids verstärkt zur Zigarette greifen und darauf, dass Rauchen unter Jugendlichen als "cool" gilt. "Wir halten es für zielführend, eine Kampagne zu starten, die sich an jene Kinder und Jugendliche richtet, die noch nicht regelmäßig zur Zigarette gegriffen haben und das sind heute die Elf-, Zwölfjährigen", erläutert Staatssekretär Univ.-Prof.Dr. Reinhart Waneck, Präsident des FGÖ. Der Fonds Gesundes Österreich will durch diese "Pro-NichtraucherInnen-Kampagne" einen Imagewandel bei Kindern und Jugendlichen herbeiführen. Als wirklich "cool" soll zukünftig unter den Jungen nur der gelten, der sie nicht braucht die Zigarette zum Anhalten. Und so präsentiert der FGÖ am 9. September 2002 "Ich bRAUCHs nicht", eine Awareness-Kampagne, die die jungen (Noch-)NichtraucherInnen" in ihrem Selbstwertgefühl stärkt und eine Lebenshaltung zeigt, bei der andere Werte persönliches Glück und Lebensfreude hervorrufen als die Zigarette.

Der Lebensstil von jungen Menschen wird massiv davon beeinflusst, was der Zeitgeist als "cool" vorgibt. Wer also erreichen will, dass weniger Kids rauchen, muss das Selbstbewusstsein der NichtraucherInnen stärken, statt mit erhobenem Zeigefinger auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen. Dass es Handlungsbedarf gibt, zeigen die Zahlen einer Umfrage des Fonds Gesundes Österreich zum Thema "Verhalten und Einstellungen zum Thema Rauchen" unter 500 ÖsterreicherInnen im Alter von über 16 Jahren (ISMA), die im Mai letzten Jahres durchgeführt wurde. Darin ist vor allem eine dramatische Zunahme an jungen RaucherInnen zu verzeichnen. Nicht weniger als 47 Prozent der 16- bis 29-jährigen Befragten sind RaucherInnen. "Die Umfrageergebnisse lassen erkennen, dass Rauchen innerhalb der Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen eher sozial toleriert wird und für mehr als die Hälfte auch Ausdruck ihrer Identität ist", so die ernüchternde Analyse von Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder, Ärztin und Fachbeirätin des FGÖ.

Die Kampagne des Fonds setzt also bei jenen an, die noch nicht mit dem Rauchen begonnen haben. "Jeder, der schon mal versucht hat, mit dem Rauchen aufzuhören weiß, wie schwer das ist. Diese Kampagne geht daher einen völlig neuen Weg und zwar jenen zu den Kindern und Jugendlichen, die noch nicht manifest zu rauchen angefangen haben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Statistiken zeigen, dass die Jugendlichen immer früher zur ersten Zigarette greifen. Deshalb setzt die Kampagne auf eine Steigerung der Gesundheitsressourcen durch Stärkung des Selbstbewusstseins der jungen Menschen als wesentliches positives Element", erläutert Dr. Klaus Ropin, Gesundheitsreferent des FGÖ.

Prominente Trendsportler und Gewinnspiele als Verstärker

Die Kampagne "Ich bRAUCHs nicht" arbeitet mit Vorbildern, und zwar sowohl mit Promis aus der Szene der Zielgruppe, als auch mit sympathischen No-Names, also "Kids wie du und ich". Von Plakaten, TV-und Kinospots und Anzeigen in Jugendzeitschriften lachen junge, selbstbewusste Menschen herunter, die Selbstbewusstsein signalisieren und damit die Kids positiv mitnehmen. Mit Stefan Gimpl (Snowboard) und Clemens Doppler (Beachvolleyball) stellen sich zwei in der Jugendszene bekannte Sportler auf Plakaten in den Dienst der Sache. "Die Verbindung von sportlicher Aktivität und Nicht-Rauchen ist aus gesundheitlicher Sicht als doppelt positiv zu bewerten. Es ist erfreulich und hilfreich, dass wir von so prominenten Sportlern unterstützt werden", betont Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder, Ärztin und Fachbeirätin des FGÖ.

Als "Goodie" für die Jugendlichen und um die Auseinandersetzung mit dem Thema zu verstärken, werden drei Gewinnspiele in den verschiedenen Kampagnenphasen veranstaltet. Attraktive Preise, wie Olympus Digi-Kameras oder Nintendo Game Cubes, sollen zur Teilnahme animieren.

Dialog im Zentrum

Wesentlicher Teil der Kampagne ist der Dialog mit den Jugendlichen und ihre aktive Beteiligung. Zu diesem Zweck unterstützt der Fonds Gesundes Österreich neben der Medienkampagne eine Reihe von Jugendprojekten und Aktivitäten in den Bundesländern außerhalb Wiens. Weiters wurde zur Förderung des Dialogs die Internetseite www.ichbrauchsnicht.at eingerichtet. Die Website will eine Kommunikationsplattform für selbstbewusste Jugendliche sein, die sich zum Thema "Ich bRAUCHs nicht" bzw. zum Thema "Ich RAUCH nicht" äußern wollen. Dafür steht ihnen das "Forum" zur Verfügung. Außerdem wird es während der gesamten Laufzeit ein "e-card"-Kampagnen-Modul geben. Durch die Möglichkeit "e-cards" an FreundInnen zu versenden, entwickelt sich ein "Schneeballeffekt", der die Kampagne weitertransportiert.

In drei Phasen zur Bewusstseinsbildung

In der ersten Phase der Kampagne wurden bereits ab dem 28. August 2002 Plakate mit so genannten Teasern in ganz Österreich platziert. Zu sehen sind in dieser Phase nur die unaufgelösten Kampagnensujets und die Adresse der Homepage http://www.ichbrauchsnicht.at Auf der Homepage können die Kids während der Teaserphase bereits das Forum und die "e-cards" nutzen sowie sich am ersten Gewinnspiel beteiligen und das eigentliche Thema der Plakate erraten. Das Ziel dieser Phase ist, die Neugierde der Kinder und Jugendlichen zu wecken. Es wird eine unbeantwortete Frage in den öffentlichen Raum gestellt (Was brauchen die Leute nicht?) und dadurch Spannung erzeugt.

Ab dem 9. September 2002 wird die offene Frage aus der Teaserkampagne aufgelöst und damit die zweite Kampagnen-Phase gestartet. Als Testimonial wird der Beachvolleyballer und Nicht-Raucher Clemens Doppler als "Ich bRAUCHs nicht"-Model zu sehen sein. Die Offensive läuft nun über eine Vielzahl von Medien (Plakate, TV, Infoscreen, Kino, uboot.com-Banner, Schulplakate, Rennbahn Express, Internet) und wird durch Gewinnspiele und "Ich bRAUCHs nicht"-Events verstärkt. Die dritte Phase mit Stefan Gimpl ab dem 28. Oktober 2002 dient dann der nochmaligen Verstärkung der Kampagne.

Die Trendwende: "Ich RAUCH nicht"

"Durch die Fülle, Dichte und Variationsbreite der Maßnahmen und Medien sollen möglichst viele Kinder und Jugendliche mit dem Thema in Berührung kommen. Damit sollte es gelingen, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche nicht aus falschen Motiven heraus zu rauchen beginnen. Die Zigarette soll nicht länger als >positives< Instrument zur Selbstdarstellung verstanden werden", schließt Staatssekretär Dr. Waneck, Präsident des FGÖ.

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