Auftakt zu österreichweiten Infokonferenzen der ÖGB-PensionstInnen (1) ÖGB-Schmölz: PensionistInnen machen für volle Abgeltung der Teuerung mobil

Wien (ÖGB). "Bei der Pensionsanpassung im Jahr 2003 muss allen PensionistInnen die Teuerungsrate von 2,1 Prozent voll abgegolten werden", forderte der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen Johann Schmölz heute im Rahmen der Veranstaltung "Weil es um unsere Zukunft geht..." in Wien. Die Veranstaltung bildet den Auftakt für österreichweit stattfindende Infokonferenzen der ÖGB-PensionistInnen zu den Themen Gesundheitsversorgung und Pensionen. Schmölz dazu: "Im Mittelpunkt steht die Pensionsanpassung. Wir informieren im Vorfeld der Pensionsanpassung 2003 die PensionistInnen, damit nicht wieder über die Interessen der Älteren 'drübergefahren' wird."++++

"Die letzten Pensionsanpassungen haben den PensionistInnen einen laufenden Kaufkraftverlust gebracht. In den vergangenen zwei Jahren stieg die Teuerung insgesamt um 7,6 Prozent, während die Pensionen nur um 2,5 Prozent angehoben wurden", rechnete Schmölz vor. Der Vorschlag von Wirtschaftsprofessor Streissler, eine Steuerreform durch ein Einfrieren der Pensionen zu finanzieren, sei angesichts dieser Zahlen mehr als zynisch, so Schmölz weiter.

Neue Berechnungsformel für die Pensionsanpassung

Die ÖGB-PensionistInnen fordern eine Änderung der derzeit unnötig komplizierten Formel für die Pensionsanpassung: Sie soll die Berechnung der jährlichen Pensionsanpassung für die älteren Menschen zum einen nachvollziehbar machen, zum anderen den PensionistInnen tatsächlich die volle Abgeltung der Teuerungsrate garantieren. Die Hauptkritikpunkte der PensionistInnen: Der Abzug angeblicher Übergenüsse aus den Vorjahren und die Abgeltung eines Teils der Teuerung nur in Form von Einmalzahlungen führen dazu, dass die Pensionen immer weniger wert sind.

Der ÖGB hat die Forderung nach einer Neugestaltung der Formel für die Pensionsanpassung bereits vor Monaten im Rahmen der Begutachtung der 60. ASVG-Novelle an die Regierung übermittelt, diese hat aber eine Verbesserung der Formel im Sinne der PensionistInnen abgelehnt.

"Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit wäre eine faire Anpassung schon aus wirtschaftlichen Gründen ratsam", erklärte Schmölz. Denn die ständige Wertminderung der Pensionen wirke sich auch negativ auf die Konsumausgaben der Älteren aus. Umgekehrt würde eine angemessene Anpassung der Pensionen zur Stärkung der Massenkaufkraft und damit zu einer Ankurbelung der Wirtschaft beitragen, so Schmölz abschließend. (mfr)

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ÖGB, 9. September 2002
Nr. 688

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