Vizebürgermeisterin Laska: Lebensqualität beginnt beim Essen

Stadt Wien startet Bio-Offensive für Kindertagesheime

Wien (OTS) - Mit der Bio-Offensive der Stadt Wien setzt die Bundeshauptstadt ein starkes gesundheits- und verantwortungsbewusstes Signal: Bio-Menüs an den Schulen wurden eingeführt, ab Ende des Jahres können Kinder in allen Wiener Kindertagesheimen Bio-Essen genießen.

Dass "Gesunde Ernährung und bewusstes Essen" auch ein öffentlicher Auftrag sein können, beweist die Stadt Wien mit der Einführung der Bio-Menüs an Wiener Schulen und Kindertagesheimen:
Derzeit gibt es die Möglichkeit an 93 Wiener Schulen drei Mal wöchentlich "Bio-Menüs" zu bestellen - ab nächstem Jahr soll dann das "Gesund-Essen-Programm" auch in allen Kindertagesheimen kommen. "Die Stadt Wien bekennt sich zu ihrer Verantwortung, in ihren Einrichtungen gesundes, biologisches und gutes Essen anzubieten, das betrifft auch und vor allem die Kinder, die von uns betreut werden." so Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Grete Laska.

Die Bio-Food-Initiative, die politisch auf ein rot-grünes Projekt der Wiener Stadtregierung zurückgeht, stellt damit die Ernährung an öffentlichen Schulen und Kindertagesheimen in den Rang eines wichtigen Zukunftsthemas.

Gesundes Mittagessen für 30.000 Wiener Kinder in 370 städtischen Kindertagesheimen

Kinder in städtischen Kindertagesheimen sollen zukünftig ein Mittagessen erhalten, das zumindest zum Teil aus biologischer Landwirtschaft stammt. Innerhalb von fünf Jahren soll der Anteil an biologisch erzeugten Rohstoffen in den Menüs von 30 % auf mindestens 50 % gesteigert werden. Im Rahmen einer Projektgruppe - die Projektleitung übernahm die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Wien -konnten sich auch die Fachleute aus verschiedenen Bereichen der Stadt Wien (MA 11A, Umweltanwaltschaft, Klimaschutzkoordinationsstelle, Öko-Kauf, Krankenanstaltenverbund, Ludwig-Boltzmann-Institut für biologischen Landbau etc.) auf die Formulierung einer gemeinsamen Ausschreibungsunterlage einigen.

Im Zuge einer offenen Ausschreibung, die den (steigenden) Bio-Anteil, angemessene Kosten sowie Hygiene, Energieeffizienz und Abfallvermeidung/-entsorgung berücksichtigte, wurden vier Angebote von drei Bietern eingereicht. Die Firma Gustana wurde von einer Zuschlagskommission, die sich interdisziplinär aus verschiedenen ExpertInnen zusammensetzte, als Bestbieter ermittelt - der Bio-Anteil wird bereits am Beginn des ersten Lieferjahres 40% betragen. Einer der unterlegenen Bieter hat beim Vergabekontrollsenat Beschwerde gegen diese Zuschlagsentscheidung erhoben. Mit Bescheid vom 5. August 2002 hat der Vergabekontrollsenat diese Beschwerde abgewiesen, daher kann die Vergabe dem Ausschuss nun zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Dass es dabei in erster Linie um "Bewusstseinbildung" geht, ist Laska klar: "Dass gut und gesund nicht gleich teuer sein muss, zeigt das Preis-Leistungsverhältnis: Auch wenn ein "Bio-Tag" durchschnittlich um ein Viertel teurer ist als ein "Nicht-Bio-Tag", so wirkt sich das im Monat nur geringfügig im Bereich der Mehrkosten, dafür aber enorm im Bereich des Wohlbefindens und der Gesundheit der Kinder aus. Gesunde Ernährung sollen sich alle leisten können und:
wir als Stadt gehen mit gutem Beispiel voran. Mit Aktionen wie dieser soll ein neues Bewusstsein geschaffen werden."

Bio-Offensive der Stadt zieht sich durch viele Bereiche...

Das ist aber nicht der einzige Gedanke der Verantwortlichen. Die Stadt Wien möchte als ein großer Auftraggeber die biologische Landwirtschaft in Österreich weiter ankurbeln. Längerfristig sollen durch die Großkundennachfrage der Stadt biologische Lebensmittel kostengünstiger angeboten werden als bisher.
Grete Laska ist eine von zwei Wiener Stadtregierungsmitgliedern, die dieses Projekt in Wien "umsetzen". Auch Wiens Konsumenteschutzstadträtin Renate Brauner steht voll hinter der Bio-Offensive der Stadt. Sie hat ja in den letzten Jahren verstärkt bemerkt, dass das Vertrauen der KonsumentInnen in die Lebensmittelproduktionsbranche nachhaltig gestört wurde. Dieses Imageproblem gilt es, angesichts der ausgezeichneten Qualität der heimischen Betriebe, nachhaltig wieder zu beseitigen. (Schluss) eg

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