Neue Impulse in den Außenwirtschaftsbeziehungen mit Albanien

2. Tagung der Gemischten Österreichisch - Albanischen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Tirana, 9./10. September 2002

Wien (BMWA/OTS) - Vom 9. bis 10. September 2002 findet die 2.
Tagung der "Gemischten Österreichisch - Albanischen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit" in Tirana statt. Den Vorsitz werden der albanische Vizeminister Engjell Skreli und Sektionschef Mag. Josef Mayer, Leiter des Centers "Außenwirtschaftspolitik und Europäische Integration" im Wirtschaftsministerium, führen.****

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Intensivierung des bilateralen Warenaustausches sowie die Ausweitung der bilateralen wirtschaftlichen Kooperation. Weitere Themen sind die Fortschritte Albaniens innerhalb des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses der EU sowie die Zusammenarbeit im Bereich des Stabilitätspaktes für Süd-Ost-Europa.

Die österreichische Präsenz in Albanien ist im Vergleich zu anderen Staaten auf dem Balkan äußerst gering. Die Erfahrungen der öster-reichischen Unternehmen in den umgebenden Staaten könnten jedoch für ein Enga-gement in Albanien sehr von Vorteil sein und eine Steigerung des Warenaustausches ermöglichen. Österreichische Exporterfolge nach Albanien setzen jedoch ein verstärk-tes Engagement österreichischer Unternehmen auf diesem Zukunftsmarkt voraus. Mit wachsender Stabilität im Lande könnten entsprechende Investitionen für österreichische Unternehmen durchaus interessant sein.

Die österreichischen Exporte nach Albanien sind im Jahr 2001 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 9,2 Millionen Euro gesunken. Damit lag Albanien in diesem Zeitraum in der Reihung der Abnehmerländer österreichischer Waren an 99. Stelle nach Turkmenistan und vor Äthiopien. Im Jahr davor hatten die Exporte noch 9,9 Millionen Euro erreicht. Dies geht hauptsächlich auf den starken Rückgang bei der Position Straßenfahrzeuge zurück, deren Exportwert sich um 67,4 Prozent von 1,7 Millionen Euro auf 0,57 Millionen Euro verminderte. Auch die Maschinenlieferungen waren teils stark rückläufig, sodass die wichtigste Exportwa-rengruppe Maschinen und Fahrzeuge insgesamt um 48,3 Prozent von 4,8 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro abnahm.

Bei den Importen ergab sich 2001 im Vergleich zum Jahr 2000 ebenfalls ein Rückgang um 16,8 Prozent, und zwar von 3 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro, obwohl die albanischen Lieferungen von Rohstoffen (Pflanzliche Rohstoffe für medizinische Zwecke und Schnittblumen) nach Österreich einen Zuwachs von 157,9 Prozent auf 0,19 Millionen Euro verzeichnen konnten, gefolgt von chemischen Erzeugnissen (insbesondere Körperpflege-, Putz- und Reinigungs-mittel) mit einem Plus von 45,6 Prozent auf 0,65 Millionen Euro.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2002 war eine Trendumkehr zu bemerken. Sowohl exportseitig (+ 101,0 Prozent bzw.7,1 Millionen Euro) als auch importseitig (+16,4 Prozent oder 1,3 Millionen Euro) waren wieder teils massive Steigerungen zu verzeichnen.

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