Zeichen Setzen

Berlin (OTS) - Anmoderationsvorschlag:

Ausländische Jugendliche in Deutschland: oft sind sie Außenseiter, in Schule und Beruf isoliert - und selten erfolgreich. Jeder fünfte Sproß von Flüchtlingen oder Einwanderern verlässt die deutsche Schule ohne Abschluß. "Zeichen Setzen - Integration macht Schule" - unter diesem Motto starten am 9. September 2002 die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Deutsche Bahn AG eine gemeinsame Initiative, um die Integration ausländischer Jugendlicher zu fördern. Mit vielfältigen Angeboten für Schüler und Lehrer sollen mehr junge Ausländer den Einstieg ins Berufsleben schaffen. Nach einer Pilotphase in Hessen und Berlin soll die Aktion "Zeichen Setzen" auch auf andere Bundesländer ausgedehnt werden.

Beitrag:

800.000 ausländische Jugendliche lernen an Schulen in Deutschland. Aber nur jeder Dritte findet danach eine Lehrstelle. Nur einer von zehn schafft das Abitur. Im Vergleich zu deutschen Jugendlichen liegen sie dramatisch zurück. Mangelnde Akzeptanz und Toleranz erschweren die Integration und damit die Entwicklung einer persönlichen Perspektive für ausländische Jugendliche. Hier will das Projekt "Zeichen setzen" helfen. Durch die Schaffung eines offenen, toleranten Klimas in Schulen und Betrieben sollen Jugendliche für ihre berufliche Zukunft gestärkt werden. Schüler und Auszubildende, Lehrer und Ausbilder werden durch Schulungen bei dieser Aufgabe unterstützt. Durch eine stärkere Kooperation von Schulen und Unternehmen sollen Schüler stärker motiviert werden, sich für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren. Ein Konzept, für das sich auch Schirmherrin Christina Rau engagiert.

O-Ton (ors07591): Christina Rau, Bundespräsidenten-Gattin:··

"Mir gefällt die Grundidee dieses Projektes besonders gut, weil es durch Ermutigung und durch das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven Kindern von Einwandererfamilien die Integration in unsere Gesellschaft erleichtern möchte. Sie möchte Lehrern und Schülern das Rüstzeug an die Hand geben, um an ihren Schulen für ein fremdenfreundliches Lernklima zu sorgen. Gewalt soll nicht ein Mittel der Konfliktlösung sein."

Text:

Aber das Eintrittsticket für eine erfolgreiche Integration der ausländischen Jugendlichen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Und dafür will Hans-Jürgen Brackmann von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft mehr ausländische Jugendliche begeistern.

O-Ton (ors07592): Hans-Jürgen Brackmann, Generalsekretär Stiftung der Deutschen Wirtschaft

"Die Jugendlichen mit ausländischen oder Migrationshintergrund sollen für sich gleichermaßen wie ihre deutschen Mitschülerinnen und Mitschüler sagen: Ich kann die Schule abschließen, ich will die Schule abschließen, ich kann eine Berufsausbildung aufnehmen und ich kann sie auch abschließen. Das sind die Eintrittstickets, die wir heute für unser Berufs- und Arbeitsleben haben. Und jeder weiß, wenn ich hier die Voraussetzungen richtig schaffe, für mich und meine eigene Karriere, kann ich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen."

Text:

Mit mehr als 2.000 Auszubildenden hat auch die Deutsche Bahn ein großes Interesse, Jugendlichen berufliche Perspektiven zu bieten. Damit soll Toleranz und ein friedliches Miteinander gefördert werden, sagt Norbert Bensel, Personalvorstand der Deutschen Bahn AG.

O-Ton (ors07593): Norbert Bensel, Personalvorstand Deutsche Bahn AG:

"Die Bahn als großes Dienstleistungsunternehmen ist in vielerlei Hinsicht mit Unterschiedlichkeiten, mit Diversity beschäftigt. Wir sind auf der einen Seite in Kontakt mit unseren Kunden mit vielen Nationalitäten konfrontiert. Auf der anderen Seite, als großer Ausbilder, sind wir Kunden der Schulen und haben hier die Aufgabe, Schüler auf ihren Lebensweg vorzubereiten und im öffentlichen Umfeld daran mitzuwirken, dass diese Jugendliche gute Chancen in der Zukunft haben."

Text:

Auf der Internetseite www-Punkt-Zeichen-Setzen-Punkt-com (http://www.zeichen-setzen.com) können sich interessierte Lehrer und Jugendliche weiter über die Initiative informieren. Die Integration ausländischer Jugendlicher in den Schulen soll so vorgetrieben werden, um damit fremdenfeindlichen Tendenzen die Grundlage zu entziehen.

(Hinweis für Redaktionen: weitere O-Töne vom Berliner Jugendsenator Klaus Böger und der hessischen Kultusministerin Karin Wolff zur Bedeutung der Aktion für Berlin und Hessen können über Internet-Seite der Pressestelle der Deutschen Bahn AG heruntergeladen werden, unter http://www.bahn-net.de/presse/o-ton/)

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ors Originaltext: Deutsche Bahn AG

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