Kärnten: 11. Internationales Arte-Alpe-Adria Symposium

Bei der BERGkunst im Oberen Drautal kann den Holzbildhauern vom 9. bis 13. September über die Schulter geschaut werden - Künstlerfest und Skulpturenversteigerung mit Kulturreferent LH Haider

Klagenfurt (LPD) - Ganz und gar nicht "auf dem Holzweg" befindet sich das 11. Internationale Symposium BERGkunst in Berg im Drautal, obwohl die sieben Bildhauer aus Italien, Chile und Österreich ganz auf Holz setzen. Das Meeting der Holzbildner beginnt kommenden Montag, 9. September, und schließt mit dem Veranstaltungshöhepunkt am Freitag, 13. September. Das Symposium erfährt nicht nur Unterstützung seitens der Kulturabteilung des Landes Kärnten, sondern auch durch Landeshauptmann Jörg Haider. So wird der Kulturreferent die Versteigerung der Skulpturen persönlich durchführen (Fr. ab 15.00 Uhr). Ausserdem kommt es beim Abschlussfest zu einem Künstlerplausch, bei dem auch für das leibliche Wohl mit "Berger Erdäpfelkrapfen" gesorgt wird.

Die künstlerische Darstellungsformen reichen vom traditionellen Holzschnitzen bis zu monumentalen Holzinstallationen des Niederösterreichers Peter Weber. Dabei wird den Besuchern in dieser Woche wieder die Gelegenheit geboten "Kunst anzufassen". Ob im direktem Gespräch mit den Künstlern oder beim Beobachten der Bildhauer beim Schnitzen kann den Kunstschaffenden täglich über die Schulter geschaut werden.

Das "Arte-Alpe-Adria Symposium" wurde vor elf Jahren ins Leben gerufen und ist heuer erstmalig rein als Bildhauer-Symposium organisiert. Neben den traditionellen Veranstaltungen oder dem hochgelobten "Totentanz", der am 24. August als gelungene Gesamtdarbietung der Theatergruppe Berg vor der eindrucksvollen Naturkulisse in der "Ochsenschlucht" zu Ende ging, bildet BERGkunst einen wichtigen und würdigen Mosaikstein in der Kulturlandschaft des Oberen Drautales. Das Symposium wurde vom damaligen Bürgermeister Dieter Goritschnig und dem italienischen Galeristen Francesco de Luca aus Belluno ins Leben gerufen.

Kulturpark pflanzen und Brücken schlagen

Inzwischen ist der Berger Bildhauer Hans-Peter Profunser treibende Kraft des Symposiums. Er plant die Anlage einer "Naturgalerie" in und rund um Berg. Dafür sollen unter anderem auch die Objekte des Symposiums verwendet werden. Es wird auch laut über eine "Skulpturpatenschaft" nachgedacht. Durch die Unterstützung seitens der Kulturabteilung sowie durch den Einsatz von vielen Ehrenamtlichen und etlichen Idealisten ist der BERGkunst großteils finanzielle Unabhängigkeit möglich, auf die Profunser großen Wert legt. Darüber hinaus soll dieses Symposium Interessierte dafür sensibilisieren, wie wichtig Holz gerade für die gesamte Region ist. Ein vielfältigst einsetzbarer erneuerbarer Rohstoff wie Holz solle nicht zum bloßen Brennmaterial degradiert, sondern als Lebensmittel gesehen werden.

Vieles ist laut Mitorganisator Josef Sattlegger in Bewegung rund um die BERGkunst. So wird zum Beispiel versucht, eine Kunstbrücke nach Costalta in der Nähe des italienischen Sappada zu schlagen. Ebenso wird eine Zusammenarbeit mit dem Berger Seminarzentrum "Waldschule" angestrebt, das sich bestens als Veranstaltungsort für Künstler-workshops eignet. Und auch die Kooperation mit Schulen ist den Bergern ein besonderes Anliegen.

Teilnehmende Künstler (Holzbildhauer): sind Jaime Carvajal (Chile), Girolamo De Battista (Italien), Manfred Krethen (Österreich) sowie Paolo Moro (Italien), Hans-Peter Profunser (Österreich), Armin Spitzer (Österreich) und Peter Weber (Österreich). (Schluss)

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