Rosenkranz: Wahlfreiheit für Mütter durch "NÖ Gutschein"

Betreuung von Kinder unter 3 Jahren in Kindergärten problematisch

St. Pölten (OTS) - "Nicht arbeitsmarktgerechte Betreuungsplätze" und die mangelnde Anerkennung jener Frauen, die einen Großteil ihrer Lebensarbeit ihren Kindern gewidmet haben und somit auf eine eigene Pension verzichten müssen, sind nach Auffassung von Barbara Rosenkranz, freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, zwei wesentliche Ursachen für die geringen Kinderzahlen der letzten Jahrzehnte. Die FP-Politikerin schlägt daher seit langem einen "Kindergutschein" vor, der "völlig kostenneutral" finanziert werden könnte.

Beim Vorschlag eines "NÖ Gutscheines" in Fortsetzung des Kindergeldes (für Drei- bis Sechsjährige, Anm.) geht es nach den Worten der FP-Klubchefin vor allem darum, den Eltern die Wahl der jeweiligen Betreuungsform bzw. -einrichtung, wie etwa Landeskindergärten, Privatkindergärten, Betriebskindergärten, Tagesmüttern oder von Eltern geleiteten Kindergruppen zu überlassen, "weil sie sich dann die Betreuungseinrichtung aussuchen können, deren Öffnungszeiten ihren Ansprüchen und Erfordernissen am geeignetsten erscheinen. Der "NÖ Gutschein" mit einem Wert von etwa 436 Euro monatlich könnte auf der einen Seite die Kosten für eine Ganztagsbetreuung abdecken, andererseits zur Pensionsvorsorge jener Frauen herangezogen werden, die ihre Kinder überwiegend selbst betreuen wollen.

Dass der außerhäuslichen Betreuung auch von Kleinstkindern durch die einseitige öffentliche Förderung der Vorzug gegeben wird, entspricht nicht der von Frauen gewünschten Wahlfreiheit. Experten -auch bei Tagungen der NÖ Landesregierung haben das Konzept der gemischten Betreuung von Kinder unter drei Jahren mit älteren Kindern in Kindergärten als problematisch beurteilt. Die freiheitliche Familiensprecherin wird daher weiterhin an dem Konzept eines "NÖ Gutschein" festhalten: "In einer sogenannten Dreierpackung fordern wir Freiheitlichen nach dem Bundeskindergeld jetzt einen NÖ Kindergutschein, eine verbesserte Pensionsvorsorge für Frauen, die den Großteil ihres Lebens der Kindererziehung gewidmet haben und verbesserte Krankenkassenleistungen für gesundheitspräventive Maßnahmen bei Kindern", betonte Rosenkranz.

"Als oberstes Prinzip unseres Handeln steht natürlich das Kinderwohl, es muß eine möglichst familiennahe Betreuung, gerade für Kleinkinder in Niederösterreich möglich sein. Idealerweise bei Kinder unter drei Jahren die Familie selber, dies ist unumstritten", schloß die freiheitliche Klubobfrau Barbara Rosenkranz.

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