SPÖ fordert Umsetzung ihres Lehrlingsprogramms

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek kritisierten die Versäumnisse der Regierung am Arbeitsmarkt. 200.000 Arbeitslose, 33.000 junge Menschen ohne Job sind "die traurige Bilanz der Regierung", so Bures am Freitag in einer Pressekonferenz. Das Versprechen von Arbeitsminister Bartenstein, der gegenüber den Jugendlichen eine "Ausbildungsgarantie" abgab, blieb ohne Wirkung, sagte Bures. Und angesichts von 8.000 Lehrstellensuchenden käme die nunmehrige Aktivität von Barteinstein sehr spät. "Am Abend wird der Faule fleißig", merkte Bures dazu an. Die SPÖ hat schon im Juli ein 10-Punkte-Programm für die Jugendbeschäftigung vorgestellt und auch im Nationalrat eingebracht. ****

Heinisch-Hosek wirft der Regierung vor, dass sie bisher alle Warnungen ignoriert habe; denn die Arbeitslosigkeit steige nicht erst seit einem Monat, sondern bereits seit Mai 2001. Das Lehrlingspaket, das die SPÖ im Sommer vorgestellt hat, bringe sowohl kurzfristige Abhilfe für die aktuelle Krise am Lehrstellenmarkt als auch mittel-und langfristig wirksame Maßnahmen, die das "Recht auf Bildung und Ausbildung für jeden jungen Menschen" sicherstellen, betonte Heinisch-Hosek.

Inhaltlich gehe es im Lehrlingsprogramm der SPÖ um die Verbesserung der Berufsvorbereitung an den Pflichtschulen, die Sicherung der Ausbildungsquantität und die Sicherung und Verbesserung der Ausbildungsqualität. So spricht sich die SPÖ für einen Lastenausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, und jenen, die nicht ausbilden, aus. Dafür soll ein Lehrlingsfonds eingerichtet werden, in den Betriebe, die nicht ausbilden, einzahlen. In der Bauwirtschaft existiere bereits seit 20 Jahren ein derartiger Lastenausgleich.

Die Lehrlingsausbildung soll laut Heinisch-Hosek auch in Ausbildungsverbünden erfolgen, zumal oft ein einzelner Betrieb nicht alle notwendigen Qualifikationen vermitteln kann. Außerdem soll in der Berufsschule mehr Wert auf die Vermittlung von sozialen und rhetorischen Kompetenzen gelegt werden.

Abschließend wies Heinisch-Hosek auf eine aktuelle Umfrage unter jungen Menschen in der EU hin. Daraus gehe hervor, dass Arbeitsplätze auf der Wunschliste der Jugendlichen an erster Stelle stehen.

Service: Das 10-Punkte-Programm der SPÖ für Lehrlinge im Internet:
www.spoe.at in der Rubrik "Positionen"

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