Blumengarten Hirschstetten - ein Traum im Grünen

Reservegarten wird auf Blumengarten umgetauft

Wien (OTS) - Die Blumengärten Hirschstetten sind der Produktionsbetrieb des Wiener Stadtgartenamtes (MA 42) und seit 1952 auf dem Gelände in der Quadenstraße ansässig. Seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert führte er die Bezeichnung Reservegarten. Sie brachte die Aufgabe der Stadtgärtnerei zum Ausdruck, Pflanzen und Blumen für den Gebrauch der Stadt stets auf Abruf bereit zu halten. Neben dieser Aufgabe engagiert sich die Stadtgärtnerei- im Sinne einer modernen Stadtverwaltung - sehr stark in den Bereichen der Dienstleistungen und des Bürgerservices. Information und Animation der Bevölkerung zählt dabei zu den vorrangigen Zielen. Das neugeschaffene Florarium trägt zur Umsetzung dieser Aufgaben entscheidend bei und fördert die Identifikation der Stadtbevölkerung mit ihrem Stadtgrün, die einen maßgeblichen Faktor zur Lebensqualität einer Stadt darstellt. Im Jahr 2002 folgten bisher 30.000 Besucher dem Ruf 'komm in (D)eine Gärtnerei'. Auf Grund dieser Tatsache und einer Initiative der Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina wird nun der traditionsträchtige aber nicht mehr zeitgemäße Begriff 'Reservegärten' durch die Bezeichnung 'Blumengärten Hirschstetten' ersetzt.****

Tausende Pflanzen für Wien

Pflanzen sind in der Stadt starken Belastungen ausgesetzt und somit kaum vergleichbar mit den Lebensbedingungen die Pflanzen in Hausgärten vorfinden. Das Wiener Stadtbild wird maßgeblich durch den ausgewogenen Blumenschmuck zu jeder Jahreszeit geprägt.

Sommerblumen, Stauden und Frühjahrsblüher werden in den Blumengärten speziell und fachkundig herangezogen und einer sorgfältigen Abhärtung unterzogen. Die Pflanzen müssen widerstandsfähig bzw. stadtgerecht sein, was durch laufende Tests und Sortenprüfungen in den Gewächshäusern der Blumengärten gewährleistet wird. Pflanzen die den Betrieb zur weiteren Verwendung in die Wiener Beete verlassen, müssen ganz besondere Anforderungen erfüllen um in unserer Stadt die Lebensqualität durch attraktive Beet- und Grünanlagen zu erhalten und zu verbessern.

Im heurigen Jahr wurden 400.000 Frühjahrsblüher, über eine Mio. Blumenzwiebel wie Tulpen und Narzissen und zirka 1.5 Mio. Sommerblumen in die Wiener Gartenbezirke ausgeliefert - Tendenz steigend. Bei Frühjahrsblumen in der Zeit von 2001 bis 2003 um 20 Prozent, bei Sommerblumen im gleichen Zeitraum um zehn Prozent.

Herbst steht vor der Tür

Der Herbst steht vor der Tür und hält in einigen Wochen Einzug; jene Pflanzen, die ab Anfang Oktober den Weg in die Blumenbeete finden, werden im Blumengarten Hirschstetten schon seit Juni in den Glashäusern herangezogen.

Insgesamt produzieren die Blumengärten im heurigen Jahr über 30.000 Chrysanthemen in den Farben weiß, gelb, braun und rot, die ab Oktober in den Beeten unserer Stadt bewundert werden können.

Es handelt sich dabei um ein speziell ausgetestetes Sortiment, dass durch seine Widerstandsfähigkeit, Reichblütigkeit und Beständigkeit besonders für den intensiven Gebrauch im Stadtbereich geeignet ist.

Außerdem stehen derzeit zehn verschiedene aus Japan stammende Zierkohlsorten mit attraktiven Ausfärbungen in den Blumengärten in einer Stückzahl von 12.000 in Kultur. Gemeinsam mit einer Mio. Blumenzwiebeln, 4000 Eriken und zahlreichen Herbststauden werden sie das herbstliche Pflanzensortiment unserer Stadt ideal ergänzen.

Dienstleistungen, Bürgerservice

Im Zuge des New Public Management werden seitens der Blumengärten, neben der Aufgabe der Pflanzenbereitstellung, auch andere Leistungsschienen ausgebaut, wie das Bürgerservice und Dienstleistungen für die Stadt Wien (z.B. Pflegeservice von Indoorpflanzen).

Als öffentliche Gärtnerei streichen die Blumengärten Hirschstetten besonders den Charakter der frei zugänglichen Anlage hervor und laden alle Wiener und Wienerinnen sowie interessierte Gruppen zum Besuch der Gärtnerei und ihrer Gartenanlagen ein. Als Motto "Komm in (D)eine Gärtnerei" bietet der Betrieb viele außergewöhnliche Attraktionen: Dazu zählen Veranstaltungen im Sommer oder Frühjahr, Weihnachtsausstellung, Ferienspiel für Kinder, Führungen durch die Gärtnerei, Palmenhaustage, Informations-, Beratungs- und Besichtigungstage in den Blumengärten Hirschstetten, Exkursions- und Workshopshopprogramme für Wiener Schulen und interessierte Gruppen, bei denen auch selbst Hand angelegt werden kann, Veranstaltungsraum für verschieden Events z.B. Bezirksfestwochen usw. Im Jahr 2002 folgten bisher über 30.000 Besucher diesen Angeboten.

Attraktive Highlights für Gartenliebhaber

Das Florarium bietet auch zum Spätsommertermin noch attraktive Highlights die zum gärtnerischen Lustwandeln einladen: Das 1200m2 Feld des Indischen Blumenrohres (Canna-Indica-Hybriden) steht derzeit in leuchtenden Farben inmitten des Florariums in voller Blüte.

Der Chess-Board-Garden, der nach dem Vorbild der Anlage im Port Lympne Garden /Kent entstanden ist, steht mit seinen rund 10000 Schmuckkörbchen (Cosmea)auf 1500m2 in gelber und oranger Blütenpracht.

Der Mediterrane Garten und der Garten der Gräser wirken jetzt in ihrer voller Größe und Wirkung und regen zu Ideen für den eigenen Garten an.

Die jungen Florarium Besucher gestalten nach wie vor eifrig das Prachtband der Sommerblumen weiter, dass bereits eine Länge von über 200 Meter erreicht hat.

Das Rosarium sowie der Staudengarten, beginnen nun mit ihrem zweiten Blütenflor und machen es somit möglich diese Bereiche noch einmal zu bewundern.

Vom Aussichtsplatz des erst kürzlich errichteten Weinberges (Eröffnung dieses ersten Donaustädter Weinberges im Frühjahr 2003), gewinnen man einen eindrucksvollen Blick über das Blütenmeer.

Noch bis 17. Oktober ist das Florarium bei freiem Eintritt jeden Donnerstag und Samstag von 10-18 Uhr geöffnet.

Allgemeine Informationen:
o Reservegarten Hirschstetten:
http://www.wien.gv.at/ma53/museen/hirsch.htm
o Rosarium:
http://www.wien.gv.at/ma42/parks/rosarium.htm
o Florarium:
http://www.wien.gv.at/ma42/parks/resgart.htm

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) bfm

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel.: 4000/81 353, Handy: 0664/32 69 753
fle@ggu.magwien.gv.at

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