Johannesburg: USA steht auf der Bremse

ÖH: Der Gipfel in Johannesburg brachte größtenteils sehr enttäuschende Ergebnisse

Wien (OTS) – Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) beteiligte sich an der Weltkonferenz für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg mit zwei Vertreterinnen als Teil der Regierungsdelegation. Die ÖH, insbesondere die Ökologie- und Menschenrechtsreferate, beobachtet die Entwicklungen im Umwelt- und Menschenrechtsbereich seit geraumer Zeit mit berechtigter Sorge und erkennt in den Ergebnissen des Gipfels beim besten Willen nur marginale Erfolge. Seit Beginn des Prozesses in Rio bremsen die größten Industriestaaten und Wirtschaftslobbys eine nachhaltige, sozial gerechtere Entwicklung. Während sich beispielsweise China, Russland und Kanada nun endlich zu einer Ratifizierung des Kioto-Protokolls durchgerungen haben, weigert sich die USA nach wie vor, den Weg hin zu Reduktion von CO2-Emissionen und damit der Eindämmung der Klimaveränderung freizugeben.****

"Solange Multis wie ESSO den Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoss
und Klimaveränderung negieren und gleichzeitig an einem Gipfel für nachhaltige Entwicklung teilnehmen, können keine ausschlaggebenden, zukunftsweisenden Verbesserungen erzielt werden", so ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. "Umweltschutz- und Bürgerrechtsbewegungen beklagen völlig zu recht die Nullrunde in Johannesburg, da nur schwammige Lippenbekenntnisse ohne konkrete Schritte und Zeitrahmen formuliert wurden", zeigt sich Mautz enttäuscht.

Die Wirtschaft, insbesondere transnationale Unternehmen, welche weder Rücksicht auf Menschenrechte noch auf Umweltschutz nehmen, muss sich vor Augen führen, dass ihr zerstörerisches Werken ihrem eigenen, profitgeilem Handeln die Grundlage entzieht. Dass ausbeuterische Konzerne Millionen von Menschen und der Natur die Luft zum Atmen nehmen, hat sie ja bis jetzt nicht zum Einlenken gebracht. "Natürliche Ressourcen sind enden wollend, die Klimaveränderung zeitigt global gesehen katastrophale Auswirkungen, fundamentale Menschenrechte werden tagtäglich missachtet. Vor diesen simplen Erkenntnissen kann auch Mr. Bush nicht mehr seine Augen verschließen", so die zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, Anita Weinberger.

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