GdG-Jugend: St.Pölten darf Jugendliche nicht zu Pendlern machen!

Stadtgemeinde verweigert Lehrlingsaufnahme

Wien (GdG/ÖGB). "Wien schafft es, Krems schafft es, Wiener Neustadt schafft es. Jetzt muss auch St. Pölten zeigen, dass es seiner Jugend nicht den Rücken kehrt!" So reagierte der Jugendreferent der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Alex Kronabeter, Mittwoch auf die Weigerung der niederösterreichischen Stadtgemeinde, heuer Lehrlinge auszubilden. Seine Forderung:
Sofortiges Umdenken und Aufnahme von möglichst vielen Jugendlichen.++++

"Die Stadt Wien nimmt heuer trotz schwieriger Wirtschaftslage mehr Lehrlinge als im Vorjahr auf. Sogar in relativ kleinen Gemeinden wie Krems stehen derzeit 17 Lehrlinge in Ausbildung. St.Pölten darf seine Jugendlichen nicht zu Pendlern machen", forderte der GdG-Jugendreferent. Die Lage sei angesichts der ständig ansteigenden Jugendarbeitslosigkeit schwierig genug.

Mit Stand Juli waren in Österreich 30.308 Jugendliche ohne Job. 8.597 Jugendliche suchen eine Lehrstelle - Tendenz steigend. Kronabeter: "Für den Herbst sind bis zu 15.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz prognostiziert. Ihnen werden gerade 3.008 freie Lehrstellen angeboten." Auch bundesweite Maßnahmen wie die Einrichtung eines Lastenausgleichsfonds zur Unterstützung ausbildender Betriebe und ein nationaler Aktionsplan zur Einrichtung von Stiftungen zur Lehrlingsausbildung seien weiterhin überfällig.

ÖGB, 4. September 2002
Nr. 679

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