Jung: Vorboten einer Kontroverse über Bundesheerabschaffung in der SPÖ

Gusenbauer widerspricht Häupl und fordert Besserstellung der Soldaten gegenüber Zivildienern

Wien, 2002-09-04 (fpd) - Die Vorstellungen des Wiener Bürgermeisters über die Abschaffung des Bundesheeres gehen offenbar sogar dem SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer zu weit. Eine Totaldemontage des Heeres, wie von Häupl gefordert, so kurz nach dem eindrucksvollen Hochwassereinsatz unserer Soldaten würde bei der Bevölkerung keine Zustimmung finden. Gusenbauer nennt Norwegen als Modell für Österreich. Dieser Vergleich ist für ihn in so ferne erstaunlich, als er ein Land zum Vorbild nimmt, das nicht nur NATO-Mitglied, sondern eines jener Länder Europas mit einem extrem hoch dotierten Verteidigungsbudget ist, meinte der freiheitliche Wehrsprecher, Abg.z.NR Bgdr Wolfgang Jung. ****

"Norwegen hat eine allgemeine Dienstpflicht, mit der Möglichkeit sich sowohl für einen Wehrdienst als auch für eine zivile Arbeitsleistung zu entscheiden. Der Unterschied zum österreichischen Bundesheer liegt darin, daß in Norwegen die Wehrdiener wesentlich mehr Vergünstigungen erhalten", erklärte Jung.

Jung zeigt sich erfreut über diese Forderung Gusenbauers und hofft nur, daß sie nicht, so wie seine Vorschläge über Abschaffung der Bezirkshauptmannschaften und die Verankerung des Nulldefizits in der Verfassung, in der Versenkung verschwinden werden. (Schluß)

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