Schulanfang: Für Kinder Kaliumjodidtabletten wieder gratis erhältlich

Aktion zum Schutz vor Folgen eines Reaktorunfalles - LHStv. Ambrozy appelliert an Eltern, Tablettenvorrat zu erneuern bzw. einen solchen anzulegen

Klagenfurt (LPD) - Rechtzeitig zum Schulanfang sind wieder Kaliumjodidtabletten für Kinder und Jugendliche gratis erhältlich. Bei dieser Aktion zum Schutz vor den Folgen eines Reaktorunfalles handelt es sich um den routinemäßigen Austausch der Medikamente. Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy appellierte heute an die Eltern, den bestehenden Tablettenvorrat zu erneuern bzw. einen solchen anzulegen.

Kaliumjodid blockiert die Aufnahme von radioaktivem Jod in der Schilddrüse, erklärt Ambrozy. Besonders Kinder und Jugendliche können nach Strahlenunfällen an Schilddrüsenkrebs erkranken. Eltern und Erziehungsberechtigte erhalten die neuen Tabletten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gratis und formlos in Apotheken und bei Ärzten mit Hausapotheken.

"Kaliumjodidtabletten sind bei nuklearen Katastrophen als sicheres und wirksames Arzneimittel zum Schutz der Schilddrüse vor radioaktivem Jod und damit vor Schilddrüsenkrebs anerkannt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Kaliumjodidtabletten stellt daher eine wesentliche Vorsorgemaßnahme für den Fall einer möglichen radioaktiven Kontamination unseres Landes dar", begründet der Gesundheitsreferent die flächendeckende Bevorratung von Kaliumjodidtabletten.

Das österreichische Versorgungskonzept basiert laut Ambrozy einerseits auf der Heimbevorratung von Kaliumjodidtabletten sowie auf der Bevorratung einer ersten Tagesdosis in Schulen, Internaten, Kindergärten und Kinderheimen, damit die Kinder und Jugendlichen im Ernstfall sofort geschützt werden können. Die Abgabe an Kinder und Jugendliche durch Lehrer und Aufsichtspersonen setzt jedoch eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern beziehungsweise der Erziehungsberechtigten voraus.

Die Einnahme der Tabletten darf erst nach Aufruf der Behörde erfolgen, betont Ambrozy. Via Radio, Fernsehen und Internet werde im Ernstfall auch die Einnahmemenge von der Behörde erlassen. Die neuen Medikamente sind bis 31. Dezember 2009 haltbar. Die alten, abgelaufenen Tabletten werden von den Apotheken zurückgenommen und dann vom Großhandel zur Entsorgung abgeholt.

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