ÖGB: Österreichische Automobilcluster schaffen mehr und bessere Jobs

Neue Zahlen der TU-Wien bestätigen positive Erfahrungen der Gewerkschaft (2)

Wien (ÖGB). "Cluster wirken regelrecht als Arbeitsplatzmotoren, die Automobilcluster in Oberösterreich und der Steiermark ließen schon im ersten Jahr nach ihrer Gründung die Beschäftigung in den betroffenen Regionen überdurchschnittlich anwachsen", stellte Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, heute, Mittwoch, zu den bei einer Pressekonferenz präsentierten Ergebnissen einer Studie der Technischen Universität Wien fest. Demnach profitieren sowohl ArbeitnehmerInnen als auch Unternehmen von der Ansiedelung von Industrieclustern, die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen steigt.++++

"Cluster erweitern den Handlungsspielraum der MitarbeiterInnen und verbessern tendenziell die Qualität der Arbeitsplätze", führte Prof. Wojda, Leiter des Arbeitswissenschaftlichen Institutes der TU Wien aus. Er hat die Veränderungen der Arbeitsbeziehungen in Clustern untersucht und festgestellt, dass verstärkte Teamarbeit und eine Abflachung der Hierarchien dafür kennzeichnend sind. "Qualifizierungsmaßnahmen nehmen eine Schlüsselrolle im Aktivitätenspektrum der untersuchten Cluster ein", so Wojda.

Weiterbildung und Mitbestimmung stärken

Doch gerade bei der Qualifizierung sieht die Gewerkschaft Metall-Textil (GMT), die einige Industriecluster betreut, Handlungsbedarf. "Hier könnte im Bereich der Lehrlingsausbildung und Fachkräfte-Weiterbildung viel stärker kooperiert werden", sagte Franz Riepl, Zentralsekretär der Gewerkschaft Metall-Textil. Er ortet auch im Bereich der Mitbestimmung enorme Defizite. Riepl: "Hier bestätigen die wissenschaftlichen Ergebnisse unsere Erfahrungen. BetriebsrätInnen können im Clusterverband keinen Einfluss ausüben, sie werden bestenfalls informiert." (ew)

ÖGB, 4. September 2002
Nr. 674
(Fortsetzung)

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