VP-Pfeiffer: Keine Fixerräume und Heroin auf Krankenschein

Stadträtin Pittermann soll jahrelange Zusammenarbeit nicht gefährden.

4.9.2002 (Klub-Vp Wien). "Eine Zustimmung der Wiener Volkspartei für die Errichtung von Drogeneinnahmezentren, verschämt als "öffentliche Konsumräume" für das Spritzen von Heroin bezeichnete Fixerräume, kommt auf keinen Fall in Frage" so der Drogensprecher GR Gerhard Pfeiffer."Ebenso nicht die Abgabe dieses ultimativen Suchtmittels auf Krankenschein".****

Durch das Auffinden von Strychnin in Heroindosen darf nicht das gesamte Gebäude der Suchtgiftbekämpfung in Wien, welches durchaus Erfolge zeitigt, ins Wanken gebracht werden, appelliert Pfeiffer. Er erinnert daran, daß auf Drängen der Wiener Volkspartei das neue Drogenkonzept 1999 und die Einführung der budgetäten und evaluierenden Koordination des Fonds "Soziales Wien" noch in der Koalition erarbeitet und eingerichtet wurde. Die grundsätzlich gute Arbeit der nunmehr nach einem klaren Auftrag agierenden Organisationen zur Prävention und Suchtgiftbekämpfung dürfen auf keinen Fall einer leichtfertigen und verantwortungslosen, durch einen momentanen Anlaßfall gegebenen Hurra-Drogenpolitik zum Opfer fallen, warnt Pfeiffer.

Pfeiffer: "Stadträtin Pittermann wäre gut beraten, Überlegungen zu einer Änderung der bestehenden Drogenpolitik mit jenen Kräften anzustellen, die schon bisher eine besonnene Drogenpolitik mit den Sozialdemokraten getragen haben. Öffentliche Überlegungen eines Stadtregierungsmitglieds zur Heroinabgabe oder Fixerräumen sind nicht nur kontraproduktiv, sondern gefährden eine über ein Jahrzehnt gemeinsame und gegenüber der Öffentlichkeit getragene Politik und geben damit den Extremstandpunkten der GA und F neues Material zu populistischer Hetze für oder gegen Drogenkranke und solche, die es noch werden können. Die Abgabe des ultimativen, seelen-sowie körperzerstörenden Heroins an Suchtgiftkranke ist eine zynische Endlagerung Suchtgiftkranker ohne Hoffnung auf ein normales Leben".

Die Gefahr durch verunreinigtes Heroin - giftig ist es ja schon selber - zu Schaden zu kommen ist natürlich vorhanden. Umso mehr muss die Präventionsarbeit darauf ausgerichtet werden, Suchtgiftkranken Substitutionsmittel unter ärztlicher Kontrolle zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird nicht nur erreicht, dass ein kontrollierter und gefahrenarmer Konsum gegeben ist, sondern auch noch, dass die Betroffenen resozialisiert werden und in einem weitgehend normalen Umfeld leben und arbeiten können. Wien ist auf diesem Gebiet ein Vorreiter in Europa.
"Alles das auf's Spiel zu setzen, nur weil nun im sowieso verbotenen Heroin giftige Zugaben entdeckt wurden, wäre absolut verantwortungslos und würde eine jahrelang erfolgreiche Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg beenden" schloß Pfeiffer. (Schluss)

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