Hans Krankl gibt Österreich nur 10 Prozent Quali-Chance

Teamchef klagt: "Die Mannschaft hat keine Harmonie”

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, gibt Fußball-Teamchef Hans Krankl unmittelbar vor dem samstägigen Spiel gegen Moldawien Österreich kaum Chancen, sich für die EM-Endrunde 2004 in Portugal erfolgreich zu qualifizieren. Im Interview beziffert Krankl die Möglichkeiten von Andreas Herzog & Co mit "gerade einmal zehn Prozent und kein bisschen mehr”. Krankl wörtlich: "Wir haben überhaupt keine Berechtigung zu glauben, gegen Moldawien oder gegen irgendeine Mannschaft zu gewinnen. Okay, wir wissen, dass Moldawien nicht besser ist als wir, aber darauf brauchen wir uns nichts einbilden. Wer das nicht glaubt, wird’s am Samstag sehen."

Erstmals klagt Krankl auch ganz offen darüber, dass ihm der Teamchef-Job körperlich immer mehr Substanz koste. Gleichzeitig spricht er "von einem verlogenen Umfeld" in Österreich: "Zuerst heißt es, so, jetzt lassen wir den Krankl einmal eine neue Mannschaft aufbauen, aber dann ist alles schon wieder resultatbezogen. Da gibt’s Leute, die glauben, sie müssen mich unbedingt auf ein 4-4-2-System festlegen und reden g’scheit daher. Dabei kennen sie sich doch überhaupt nicht aus."

Und angesprochen auf die Stärke seiner neuformierten Mannschaft bemerkt Krankl: "Es gibt keine Stärke herauszufiltern, weil wir keine Stärke haben." Das Nationalteam habe keine Harmonie, keine gefestigte Abwehr, kein zusammengespieltes Mittelfed und keine automatisierten Laufwege. Krankl fast schon resignierend: "In Wahrheit bräuchte ich jetzt vier bis fünf Jahre, um eine starke Nationalmannschaft auf die Beine zu stellen. Mein Vertrag mit dem Fußballbund läuft aber nur zwei Jahre. Noch Fragen?"

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