Grüne/Nach dem Tod von Binali I.: Einsparungen bei der Polizei gefährden Sicherheit

Vassilakou: "Mangelnde Schieß- und psychologische Ausbildung gefährden Menschenleben"

Grüne (Wien) - "Die Vorfälle rund um den Tod von Binali I. geben einmal mehr Anlass zur Sorge über die Aus- und Fortbildung von PolizistInnen", kommentiert die Stadträtin der Wiener Grünen Maria Vassilakou die Vorgänge rund um die Erschießung eines verwirrten barfüßigen Mannes, der die Polizei mit einer Mineralwasserflasche bedrohte und daraufhin mit einem Schuss ins Herz getötet wurde. "Dieser Vorfall erinnert beängstigend an die Fälle ‚Imre B.' und des Motorradfahrers ‚Manfred H.' aus dem Jahr 2000, die nicht zuletzt aufgrund unzureichender Schießausbildung der Österreichischen Sicherheitsexekutive ums Leben kamen".

"Besonders Angst und Bange wird einem aber, wenn zynischerweise zeitgleich Sparpläne bekannt werden, die Besorgnis erregende Einsparungen bei der Schießausbildung von PolizistInnen zur Folge hätten", so Vassilakou, "denn die GesetzeshüterInnen müssen derzeit lediglich vier Mal im Jahr zum Schießtraining - besonders das Üben mit beweglichen Zielen kommt dabei zu kurz. Der jüngste Vorfall verdeutlicht einmal mehr, dass dies bei weitem nicht ausreicht. Zu Recht fragen sich die Angehörigen von Binali I., wie es sein kann, dass die Polizei einen lediglich mit einer Flasche ‚bewaffneten' Mann nicht überwältigen konnte, und warum die Beamte tödlich ins Herz, und nicht etwa in die Beine schossen".

"Die Verantwortung liegt nun beim Finanz- und beim Innenminister, spätestens die schockierende Meldung über den Tod von Binali I. zum Anlass zu nehmen, um den österreichischen BeamtInnen der Sicherheitsexekutive ein ausreichendes Schießtraining und auch psychologisches Training zukommen zu lassen. Denn nur gut trainierte PolizistInnen garantieren die Sicherheit der Bevölkerung, aber auch der BeamtInnen selbst", so Vassilakou abschließend.

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