VP-Strobl gegen Abschaffung der Wiederholungsprüfung: SPÖ verschläft den Übergang in die Wissensgesellschaft

Wien, 4.9.2002 (VP-Klub) Der Bildungssprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Walter Strobl atte-stiert der SPÖ Realitätsverlust, wenn sie die Wiederholungsprüfung abschaffen möchte: "Die Wiederholungsprüfung stellt in Wahrheit eine weitere Chance für Schüler mit negativen Leistungen dar.Die aktuelle PISA-Studie hat deutlich gezeigt, dass man nur mit Leistung zur Spitze kommen kann." Strobl analysiert: "Es gehört zu den größten Irrtümern der Sozialde-mokraten, dass sie genau das bestreiten. Sie kleben an dem alten marxistischen Menschenbild, alle Menschen seien von Natur aus mit denselben Fähigkeiten ausgestattet und ausschließlich die gesellschaftlichen Umstände entscheiden darüber, wie sich diese Fähigkeiten entwickeln. Das ist Unfug. Wir Menschen sind und bleiben unterschiedlich; mit unterschiedlichen Bega-bungen und Fähigkeiten. Für die SPÖ ist schulische Leistung noch immer negativ besetzt und gilt als unsozial.***

Diese Forderung beziehe sich nicht nur auf Schulstrukturen und die formale Vergleichbarkeit von Abschlüssen, sondern ganz zentral auf die Inhalte von Schulbildung. Österreich hat ein ganz hervorragendes Bildungssystem, auch wenn es die Linken ständig krank jammern wol-len, betonte Strobl."Wir haben ein differenziertes Schulangebot, das nach Begabung und In-teressen differenziert und trotzdem großartig durchlässig ist. Das zeigen alle Schülerstro-manalysen, demnach kommen mehr als 50% aller Maturanten aus der Hauptschule. Was wir jetzt dringend brauchen sind Orientierungsstandards und eine noch stärkere Eltern- und Schülerberatung für die richtige Schulwahl," forderte Strobl. Er weist darauf hin, daß ein Großteil der Nachprüfungen, vor allem bei Schülern mit mehreren Nichtgenügend und weite-ren schwachen Leistungen, auf eine falsche Schulwahl zurückgeht, außerdem sei es gelebte Praxis, dass fast ausschließlich Schüler mit zwei Nicht genügend zur Nachprüfung antreten müssen. Strobl aus voller Überzeugung: "Das konsequenzlose Aufsteigen mit Nichtgenügend ist aller-dings ein falsches Signal ist und hilft sicher keinem Schüler."

Strobl präsentiert einige Fakten zum ausgezeichneten Bildungswesen in Österreich. Seit in Österreich die ÖVP das Bildungsministerium führt, habe sich Österreich geradezu zu einem Musterschüler vor allem im OECD-Vergleich entwickelt. Strobl verweist auf wissenschaftli-chen Studien:
· In der PISA-Studie, wo v.a. die Leseleistungen und die Kenntnisse in den Naturwissen-schaften getestet wurden, liegt Österreich auf dem hervorragende 10.Platz von insge-samt 31. Staaten. Deutschland z.B. liegt nur auf Platz 21.
· Bei der Zufriedenheit mit dem Schulsystem und mit den Lehrern zeigt sich seit 1993 ein kontinuierlicher Anstieg von ursprünglich 50% (hielten das System für Sehr Gut oder Gut) so sind es im Jahr 2001 bereits 75% der Befragten
· Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit liegt Österreich mit einem Anteil von 6,9% am zweiten Platz (vor uns liegt nur Niederlande mit 6,0%). Deutschland liegt mit 9,5% am 5. Platz und Finnland, das bei PISA auf Platz 1 liegt, kann hier mit 22% nur den 10. Platz von insgesamt 16 Ländern, erringen.

Der Bildungssprecher Strobl abschließend: "Bei uns in Österreich hat sich ein System aus Leistung, Differenzierung und Chancengerechtigkeit bewährt."
Österreich kann somit durchaus ein Musterbeispiel an gelungener Bildungskonzeption vor-weisen:
· Ein differenziertes Bildungsangebot ab dem 10. Lebensjahr
· Hohe Bildungsqualität in allen weiterführenden Schulen (siehe PISA) · Größtmögliche Durchlässigkeit vor allem in den Schulen der 10 bis 14-Jährigen
· Regionalspezifische Angebote für alle, differenziert nach Begabungen

"Mit populistischen Parolen und Anbiederungsversuchen und Ideologien von vorgestern hat sich die SPÖ nun endgültig von einer seriösen und modernen Bildungspolitik verabschiedet" meint Strobl abschließend.

SCHLUSS

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