Grüne/Jerusalem: Konsumräume für Heroinsüchtige sofort einrichten

Erste Schritte zur Umsetzung sollen rasch folgen

Grüne (Wien) - Einen großen Schritt nach vorne hat die Wiener Gesundheitsstadträtin Pittermann mit ihrer Forderung der staatlichen Heroinabgabe an Süchtige gemacht, stellt die Sozialsprecherin der Wiener Grünen, Gemeinderätin Susanne Jerusalem fest. "Immerhin war es nicht möglich gewesen, diese Forderung in das 1999 erarbeitete Drogenkonzept der Stadt Wien hineinzubekommen, als Ärztin ist aber Pittermann völlig klar, dass nicht nur der soziale sondern auch der gesundheitliche Schaden der Drogensüchtigen durch ‚Heroin auf Krankenschein' reduziert werden kann", so die Grüne Sozialsprecherin.

Jerusalem drängt nun darauf, dass erste Schritte zur Umsetzung gleich gesetzt werden und man sich nicht auf die bedauerliche Tatsache zurückzieht, dass die gesetzliche Lage in Österreich eine Abgabe leider nicht erlaubt. Jerusalem: "Es sollen sofort Konsumräume eingerichtet werden".

Die Gesetzeslage lässt zwar nur zu, dass mitgebrachtes Heroin konsumiert werden kann, aber auch das brächte eine Verbesserung der Lage mit sich. In Kombination mit anonymen Tests vor Ort könnte das Risiko stark gesenkt werden. Jerusalem abschließend: "Ein hoher Prozentsatz der Süchtigen, die sich den Schuss derzeit öffentlich setzen, würden Konsumräume nutzen. Damit wäre nicht nur den KonsumentInnen, sondern auch betroffenen AnrainerInnen genutzt."

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