Ferrero-Waldner hält Rede in Johannesburg

"Ergebnisse des Weltgipfels liefern eine solide Basis für weitere Diskussionen"

Wien/Johannesburg (OTS) - "Durch das Jahrhunderthochwasser in Österreich, Deutschland und Tschechen als auch in anderen Staaten wie China wurden wir schmerzlich daran erinnert, dass sich Wassermassen und Naturkatastrophen nicht an Staatsgrenzen orientieren. Die Flutkatastrophe hat gezeigt, dass wir den ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit nur in enger Zusammenarbeit auf allen Ebenen - und zwar der staatlichen, der regionalen als auch der privaten Ebene - begegnen können", so gestern Außenministerin Benita Ferrero-Waldner als Leiterin der österreichischen Delegation in einer Rede auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg.

Das erklärte Ziel des Weltgipfels bestehe in den Augen der Ministerin darin "unseren Enkelkindern eine Welt zu schaffen, die durch Frieden, Wohlstand und Chancengleichheit geprägt ist." Somit wertete Ferrero-Waldner es als gutes Ergebnis, dass in Johannesburg einige Schlüsselfragen geklärt werden konnten, obgleich "eine intensivere Behandlung mancher Themen wünschenswert gewesen wäre" . Zusätzlich zu den von der Europäischen Union vorgebrachten Positionen, die Österreich als EU-Mitglied vollinhaltlich unterstütze, ging Ferrero-Waldner in ihrer Rede auf einige Themen und Ziele einer globalen Politik für Nachhaltige Entwicklung ein, die Österreich besonders am Herzen liegen.

"Die Armutsbekämpfung, ein explizites Ziel der UN-Millenniumsdeklaration, steht dabei klar im Vordergrund", so die Außenministerin. Um eine Verringerung der weltweiten Armut zu erreichen, dürften Handels- und Finanzfragen als auch Aspekte der Nachhaltigen Entwicklung jedoch nicht länger getrennt voneinander behandelt werden. Eine möglichst rasche und globale Ratifizierung des Kyoto-Protokolls als auch die Förderung des neuen Konzeptes des Ökotourismus stellten für Ferrero-Waldner vordringliche Ziele dar. Im Bereich der erneuerbaren Energie hob Ferrero-Waldner als österreichische Initiative das Global Forum for Sustainable Energy hervor: diese äußerst erfolgreiche Plattform staatlicher und nichtstaatlicher Akteure setzt sich dafür ein, Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Energie zu erleichtern. Zudem habe Österreich in den letzten Jahren gemeinsam mit der Schweiz das UNIDO Programm für Sauberere Produktionszentren mit großem Engagement unterstützt und dafür mehr als 4,8 Millionen Euro aufgebracht..

"Als klare Bereitschaft zur Verantwortung" wertete die Ministerin weiteres die Bestätigung der Industriestaaten, an dem von der UNO vorgegebenem Ziel fest zu halten, 0,7% des Bruttoinlandproduktes für Entwicklungszusammenarbeit bereit zu stellen. Nachdem über mehrere Jahrezehnte in dieser Frage kaum Fortschritte erzielt wurden, konnte nun in Johannesburg eine Einigung erreicht werden, "Zeitpläne und Programme zu untersuchen, um dieses Ziel zu erreichen."

Abschließend ging die Ministerin, die in Kürze den Vorsitz des Netzwerkes für Menschliche Sicherheit übernehmen wird, in ihrer Rede auf die gegenseitige Bedingung von Nachhaltiger Entwicklung und Menschlicher Sicherheit ein. Menschenrechtserziehung und die Verbesserung der Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten, Schwerpunkte des Netzwerkes für Menschliche Sicherheit während der Vorsitzführung Ferrero-Waldners, stimmten mit den Anforderungen des Weltgipfels in Johannesburg weitgehend überein. In den Augen der Ministerin gehe es "in beiden Fällen darum, den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken und nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten."

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