• 02.09.2002, 13:12:16
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Kuntzl kritisiert die "Sonderbehandlung Schüssels" in den ORF-Sommergesprächen scharf

Wien (SK) Als eine "unglaubliche und durch nichts begründete
Sonderbehandlung" des ORF für Kanzler Schüssel bewertet
SPÖ-Geschäftsführerin Andrea Kuntzl die Tatsache, dass Schüssel als
einziger Parteiobmann im ORF-Sommergespräch live interviewt wird,
während alle anderen Gespräche einen Tag vor der Ausstrahlung
aufgezeichnet wurden. "Die angeblich erhöhte Aktualität ist bei
Schüssel keineswegs begründet. Ganz offensichtlich handelt die
ORF-Führung hier willfährig, immerhin wird vielen
Führungspersönlichkeiten im ORF eine Nähe zur ÖVP nachgesagt. Es ist
angesichts dieser Bevorzugung zu befürchten, dass sich der ORF zu
einem 'Schwarzfunk' verwandelt", so Kuntzl. ****

Kuntzl erinnerte daran, dass bereits letzte Woche die Absage
Haiders, kein Volksbegehren zu den Abfangjägern und zur Steuerreform
zu machen, verspätet, nämlich erst in der ZiB 2 nach dem
Sommergespräch mit FPÖ-Chefin Riess-Passer gesendet wurde, obwohl das
Interview mit Haider schon am frühen Nachmittag stattfand.
"Problemlos hätte diese brisante Aussage bereits in der 'ZiB 1'
gesendet werden können, doch dann hätte sich der ORF das
Sommergespräch mit Riess-Passer selbst abgeschossen. Denn auch dieses
Gespräch war bereits einen Tag zuvor aufgenommen worden."

Kuntzl forderte die ORF-Führung auf, sich auf ihr Gebot der
Objektivität, der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit zu besinnen,
und das Gespräch mit Schüssel ebenfalls wie mit allen anderen
Parteichefs einen Tag vorher aufzuzeichnen. (Schluss) ns

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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