Schasching: "Mehr Unterstützung für Radsport, damit aus der Breite auch Spitze wird!"

Wien (SK) "Die wirklich gelungene Organisation der Mountain-Bike-WM in Kaprun hat gezeigt, dass in Österreich in Sachen Organisation echte Profis am Werk sind", meint die SPÖ-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende im Sportausschuss, Beate Schasching. "Das Vorbild Kaprun kann Österreich auch in Hinblick auf die beiden so positiv laufenden Bewerbungen für die Fußball-EM 2008 und die Winter-Olympiade 2010 als echter Ansporn gelten." Nach zehnjähriger Erfahrung im Weltcup-Zirkus der Mountain-Biker hatten der Österreichische Radsportverband und das Kapruner Organisationakommitee den Zuschlag für diese WM erhalten. In Kooperation mit dem europäischen Radsportverband, den Fremdenverkehrsverbänden und der "Europa-Sport-Region Kaprun/Zell am See" stellten die Veranstalter mit dem vergleichsweise bescheidenen Budget von drei Millionen Euro einen internationalen Top-Event auf die Beine, so Schasching am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Das Geld ist für Schasching auch der Angelpunkt zukünftiger Überlegungen. Sie fordert ein Umdenken in der Sportfinanzierung. "Richtigerweise ist man in der Organisation solcher Events immer auch auf die Nachhaltigkeit der von der öffentlichen Hand finanzierten Investitionen bedacht. Der Radsport geht dabei unverdienterweise aber immer wieder unter und das ist eine klare Fehlentwicklung." Bei Radsportveranstaltungen entstünden im Vergleich zu anderen Sportarten besonders hohe "Einmal-Kosten", die sich nicht so leicht einspielen lassen. Die Ausgaben für die Streckensicherung fließen fast zur Gänze wieder an die öffentliche Hand zurück, da Gendarmerie bzw. Polizei, die diese Aufgabe übernehmen, bezahlt werden müssen. Noch dazu kommen Abtretungskosten an Grundbesitzer, deren Gründe benutzt werden. All diese Ausgaben sprengen leicht fast jedes Budget.
"Echte Großveranstaltungen können sich das leisten. Für die kleinen schaut es da vergleichsweise düster aus. Aber gerade der Breitensport und der Nachwuchs, der in kleinen Rennen erste Erfahrungen sammeln kann, müssen uns ein Anliegen sein. Hier ist die Politik gefragt, sowohl von den gesetzlichen als auch den finanziellen Voraussetzungen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen", so Schasching

Grund zur Freude ist für Schasching auch der Erfolg der 17-jährigen Elisabeth Osl, die sich den Vize-Weltmeistertitel sichern konnte. "Österreich ist ja eine Radlernation, zumindest was die Breitenwirkung des Radsports betrifft. Und dass aus der Breite mit engagierter Arbeit auch eine Spitze wachsen kann, zeigen die tollen Resultate der jungen Österreicher bei der WM." (Schluss) hm

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