Farthofer: Einsatz von illegalen Erntehelfern rückt unsere Landwirte ins schiefe Licht

Experten der Arbeiterkammer schätzen, dass bereits jeder Dritte Erntehelfer unerlaubt in Österreich und illegal beschäftigt ist

St. Pölten, (SPI) - Experten der Arbeiterkammer schätzen, dass sich jeder Dritte Erntehelfer unerlaubt in Österreich aufhält und illegal hier beschäftigt wird. Österreichweit wird mit 10.000 Ausländern gerechnet, die um meist wenige Cents Schwarzarbeit auf unseren Feldern leisten. SPNÖ-Landwirtschaftssprecher LAbg. Erich Farthofer hält diese Zahlen für sehr bedenklich: "Die Beschäftigung von Schwarzarbeitern - egal ob bei der Erntearbeit oder am Bau - ist Sozialbetrug, der Steuerzahlern das Geld wegnimmt und den Wettbewerb verzerrt. Das zweite Problem sind die dadurch verloren gegangenen Arbeitsplätze. Gerade in Zeiten von so hoher Arbeitslosigkeit wie heute sind Arbeitssuchende auch über die Möglichkeit zur Saisonarbeit glücklich, ihnen wird mit Schwarzarbeitern die Chance auf eine Beschäftigung genommen."****

Die gesamte Landwirtschaft sieht Farthofer mit solchen Maßnahmen in ein "schiefes Licht" gerückt: "Unsere Bauern und unsere landwirtschaftlichen Produkte sollen mit den Begriffen ‚biologisch', ‚ökologisch' und ‚nachhaltig' verbunden werden. Wenn dann solche Meldungen die Medien beherrschen, bringen die schwarzen Schafe einen gesamten Berufsstand in Misskredit." Aber auch die Illegalen selbst werden bei der Schwarzarbeit häufig ausgebeutet. Farthofer: "Die arbeiten oft für einige wenige Euros und sind in Matratzenlagern ohne Waschmöglichkeit untergebracht. Das sind Missstände, die dringend behoben werden müssen - im Interesse unserer eigenen Bürger und unseres Landes, aber auch für die ausgebeuteten Illegalen selbst." (Schluss) sk/fa

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