ÖGJ zu Rauch-Kallat: Wo leben Sie, Frau Gräfin?

Aussagen der Generalsekretärin sind blanker Zynismus

Wien (ÖGJ). "Es freut uns, dass es durch Frau Rauch-Kallat wenigstens noch eine Person in Österreich gibt, die genug positives Denken aufbringen kann, um noch an die Lehrstellengarantie von Minister Bartenstein zu glauben. Denn der Rest und hier vor allem die arbeitslosen Jugendlichen haben die Hoffnung aufgegeben", reagiert Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) auf die Aussagen der ÖVP-Generalsekretärin. "Zu Bartensteins Lehrstellengarantie kann ich nur sagen - gut, dass es Archive gibt, denn immerhin ist dieses Versprechen bereits vom 5. Februar 2002."++++

"Mittlerweile haben wir fast September und nichts ist passiert. Besser gesagt fast nichts, denn immerhin hat es die Regierung zustande gebracht das Auffangnetz für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden, zu zerschlagen", so Maringer. "Das Problem liegt bei weitem nicht nur bei schlecht ausgebildeten Jugendlichen. Das Problem beginnt weit früher, denn viele Jugendliche bekommen überhaupt nicht die Chance auf eine Ausbildung. Ein Faktum, das der Frau Generalsekretärin vielleicht auffallen würde, wenn sie sich einmal mit betroffenen Jugendlichen unterhalten würde. Wie man an den Aussagen von Frau Rauch-Kallat jedoch merkt, hat sie ihre Feldforschungen wahrscheinlich in der ÖVP-Zentrale betrieben", so der Jugendvorsitzende abschließend.

ÖGB, 29. August 2002
Nr. 666

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