SP-Ludwig zu Marek: Wien bei Kinderbetreuung Vorbild für ganz Österreich

Wiens Kindergartentarife sind sozial gestaffelt, Kindergärten sind ganztags geöffnet

Wien (SPW) Als "ungeheuerlich" bezeichnete die Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Donnerstag die Aussagen der ÖVP-Wien-Landesparteiobmann-Stellvertreterin Christine Marek zum Thema Kinderbetreuung. "Wenn Frau Marek die Situation der Kinderbetreuungseinrichtungen von Wien und Niederösterreich vergleicht, sollte sie seriöser Weise alle Fakten auf den Tisch legen", betonte Ludwig und verwies in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass es in Wien ein flächendeckendes Netz an bedarfsgerechten Kinderbetreuungseinrichtungen gibt, die im Gegensatz zu Niederösterreich und anderen Bundesländern ganztägig geöffnet sind und über sozial gestaffelte Tarife verfügen. Außerdem, so Ludwig weiter, werde ab September auch ein neuer Tarif für den 2/3-Tag eingeführt, wodurch noch besser auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern eingegangen werden könne. ****

"Um Kind und Job unter einen Hut bringen zu können, sind Halbtagskindergärten sicher nicht das Optimum. Ich bin daher froh, dass in Wien das Netz der Ganztagsbetreuungseinrichtungen so gut ausgebaut ist und über den EU-Forderungen liegt", erklärte die Frauensprecherin der SPÖ Wien. An fünf Standorten in Wien gebe es ab diesem Herbst in einem Pilotprojekt erweiterte Öffnungszeiten, führte Ludwig weiter aus. "Um die tatsächlichen Kosten der Kinderbetreuung abdecken zu können, reichen die Elternbeiträge alleine bei weitem nicht aus. Die Stadt Wien fördert die Plätze daher nicht nur in den von der Stadt selbst betriebenen Häusern, sondern auch bei den gemeinnützigen Organisationen", so Ludwig weiter. In den städtischen Krippen, Kindergärten und Horten seien die Elternbeiträge überdies sozial gestaffelt. Lediglich ein Drittel der Eltern, nämlich jene, deren Bemessungsgrundlage über 2.170 Euro liege, müsse den "vollen Beitrag" oder "Selbstbehalt" bezahlen. Bei einer Bemessungsgrundlage unter 1000 Euro pro Monat werden die Eltern künftig für die Betreuung nichts zu bezahlen haben. Zwischen 1000 und 2170 Euro gelten gestaffelte Beiträge.

"Würde man jenen Versorgungsgrad, der schon heute in Wien besteht, in ganz Österreich herstellen wollen, dann wäre der Bau von 100.000 neuen Kinderbetreuungsplätzen erforderlich", stellte Ludwig klar. Mit einer Bedarfsabdeckung von 48,9 Prozent sei Wien in Österreich federführend - 75 Prozent aller österreichischen Krippenplätze befänden sich in Wien, so Ludwig. Einzigartig in Österreich sei die flächendeckende Ganztagsversorgung mit mehr als 43.000 Plätzen für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. "Wien beweist einmal mehr, dass hier die Interessen von berufstätigen Eltern ernst genommen werden. Dass die Rahmenbedingungen in Wien passen, beweisen die Zahlen: Denn nicht umsonst beträgt in Wien die Frauenerwerbsquote 72 Prozent, in den restlichen Bundesländern nur 53 Prozent", so Ludwig abschließend. (Schluss) gd

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