• 29.08.2002, 14:57:22
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  • OTS0166 OTW0166

Korrektur zu OTS 0079: Onodi: Natura 2000 - 16,4 Prozent der Landesfläche

Feinabgrenzung nach eineinhalbjähriger Arbeit abgeschlossen

St.Pölten (NLK) - Im Titel und im ersten Absatz muss es wie folgt
richtig lauten:
Onodi: Natura 2000 - 14,6 (NICHT 16,4) Prozent der .......

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:

Onodi: Natura 2000 - 14,6 Prozent der Landesfläche
Utl.: Feinabgrenzung nach eineinhalbjähriger Arbeit abgeschlossen=

St.Pölten (NLK) - "Nach eineinhalbjähriger intensiver Arbeit ist
nun die Feinabgrenzung der FFH-Natura 2000 Gebiete positiv
abgeschlossen. Demnach werden 14,6 Prozent der Landesfläche zum
großen europäischen Schutzgebietsnetz gehören. In Niederösterreich
sind dies vor allem ökologisch wertvolle Trockenwiesenbereiche, große
Waldkomplexe wie der Wienerwald und viele Flusssysteme. Die
Ausweisung der Gebiete wird von der EU intensiv begleitet und
kontrolliert, die Verwaltung der Gebiete obliegt keinen besonderen
Vorgaben, sie ist den regionalen wirtschaftlichen und kulturellen
Situationen anzupassen", so Niederösterreichs Naturschutzreferentin
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi zur nun vorliegenden
Feinkartierung der FFH-Natura 2000-Gebiete. Mit Natura 2000 hat die
Europäische Union vor zehn Jahren eine Vorgabe geschaffen, auf welche
konkrete Art und Weise die landschaftliche Eigenart Mitteleuropas
geschützt werden soll. Alle Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet,
nach gleichen Kriterien ein Netz an Schutzgebieten zu errichten, mit
dem die Vorkommen an wertvollen Tier- und Pflanzenarten gesichert
werden. Diese Schutzgebiete heißen "Natura 2000".

Niederösterreich hat 1998 die erforderlichen Gebiete gemeldet,
gleichzeitig jedoch genaue Kartierungen der relevanten Schutzobjekte
in diesen Gebieten in Auftrag gegeben. Nach dieser "Feinkartierung"
wurden nun seit Mitte 2001 mit allen Gemeinden, Bauern- und
Wirtschaftsvertretern die Gebietsgrenzen nochmals besprochen und
direkt an die kartierten Schutzobjekte angelegt. In diesen Gesprächen
wurde auch die weitere Umsetzung diskutiert. Dabei konnten viele
Ängste, die mit der Schutzgebietsausweisung verbunden waren,
beseitigt werden.

"Die mühevolle Arbeit der letzten Monate hat sich gelohnt", zeigt
sich auch Koordinator Dipl.Ing. Wolfgang Suske von der NÖ
Naturschutzabteilung erleichtert: "Viele Gemeinden haben die
Wichtigkeit dieses europäischen Schutzgebietsnetzes erkannt und
tragen diese Idee nun auch mit." In manchen Gebieten wie z.B. dem
Steinfeld war die Begegnung zwischen Naturschutz und Wirtschaft
besonders schwierig. Im Steinfeld blockierte die dringende
Notwendigkeit einer Umfahrungsstraße für die B 17 jegliche Diskussion
um das Natura-2000 Gebiet. Da am geplanten Standort der Straße auch
wertvolle Lebensräume des europaweit fast ausgestorbenen Triel
vorkommen, wurde im direkten Kontakt mit Brüssel versucht, eine
Lösung für diesen Interessenkonflikt zu finden. "Das Beispiel hat mir
gezeigt, dass letztlich nur das persönliche Gespräch sowohl mit den
Betroffenen als auch mit der Europäischen Kommission zu guten
Lösungen führen kann", so Onodi, die in etlichen Verhandlungsrunden
letztendlich auch dieses Problem im Steinfeld einem gangbaren Weg
bzw. Lösung zuführte.

"Naturschutz geht nur in partnerschaftlicher Kooperation mit den
Menschen, die in den Regionen leben und arbeiten", so Onodi. "In
über 150 Informationsveranstaltungen und mehr als 500
Einzelgesprächen haben wir nun ein gutes Ergebnis bei der
Gebietsausweisung erzielt. Jetzt geht es darum, dass wir uns um die
Umsetzung der Schutzziele sorgen", erklärt Onodi die nächsten
Schritte. Für alle Natura-Gebiete werden zusammen mit Gemeinden und
Interessenvertretern Managementpläne erstellt, die als
Informationsdrehscheibe vor Ort dienen sollen. Hier erfährt man
konkret, was im Gebiet eigentlich geschützt werden soll, wo es mit
geplanten Projekten Probleme geben könnte und wo es mit Sicherheit
keine Probleme geben wird. Die ersten Ergebnisse werden im Frühjahr
2003 fertiggestellt.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Tel.: 02742/9005-12794

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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