Grüne zu Kindergartentarife: Sozialdemokratie hat längst nichts mehr mit sozial zu tun

Sommer-Smolik: "Erst Öffi-Fahrer dann Kids: Alle werden zur Kassa gebeten"

Wien (Grüne) - "Das Sozialstaatsvolksbegehren ist schon länger vorbei und schon wieder steht die nächste Tariferhöhung ins Haus:
die Kindergartentarife steigen. Die Sozialdemokratie verabschiedet sich anscheinend endgültig aus der Sozialpolitik", so kommentiert die Kindersprecherin der Wiener Grünen GR Claudia Sommer-Smolik die Teuerungswelle im Bereich der Kinderbetreuung.

Dabei wurden schon im Vorjahr die Eltern verstärkt zur Kassa gebeten. Obwohl die Anzahl der betreuten Kinder schon im Jahr 2001 rückläufig war, stiegen die Einnahmen aus Elternbeiträgen um mehr als 9%. Sommer-Smolik: "Statt diese Mehreinnahmen der Stadt nun den Eltern zu refundieren, werden diese einmal mehr zusätzlich belastet."

"Wer etwas mehr verdient ist selbst schuld." Die neue Tarifgestaltung lässt sich diesem Motto unterordnen. Ein Beispiel:
Liegt eine Familie mit zwei Kindern, auch nur um 10 Euro über der Grenze der Bemessungsgrundlage für einen kostenlosen Kindergartenplatz, so werden zusätzlich zum Essensbeitrag gleich 80 Euro Betreuungsbeitrag fällig.

Zusätzlich, so Gemeinderätin Claudia Sommer-Smolik, entspricht die Qualität in den Kindergärten immer noch nicht aktuellen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen. Die Kindersprecherin der Wiener Grünen fordert die Senkung der Kinderhöchstzahl in den Gruppen auf 15 (derzeit 25-28), zwei Fachkräfte pro Gruppe statt einer, 4 m² Platz statt 2 m2 pro Kind und mindestens ein Bewegungsraum pro Kindergarten.

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