Brosz: Rechnungshofrohbericht über steigende LehrerInnenzahl nicht nachvollziehbar Utl: Einsparungsmaßnahmen im Bildungsbereich kosteten Dienstposten

Der dem Parlament nicht vorliegende kolportierte Rechnungshofrohbericht spiegelt die aktuelle Entwicklung im Bildungsbereich nicht wieder. Die Zahl der Pflichtschullehrer hat sich seit 1994 laut den Budgetdaten um etwa 5.000 reduziert. An höheren Schulen steigt die Zahl, weil auch die SchülerInnenzahl steigt. "Der Vergleich mit dem Jahr 1980 ist unseriös, weil heute weit mehr SchülerInnen weiterführende Schulen besuchen. Sie müssen ja schließlich auch von irgendwem unterrichtet werden. Der Trend zu höherer Bildung wird sich fortsetzen und das ist auch gut so," meinte der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

Im OECD-Vergleich sind die Bildungsausgaben Österreichs im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt vor allem seit der blau-schwarzen Wende stark rückläufig. "Während viele europäische Staaten in das Bildungssystem investieren, hat die österreichische Regierung durch das Einfrieren des Budgets drastische Sparmaßnahmen gesetzt", so Brosz weiter.
"Wenn es Einsparungspotentiale im österreichischen Bildungssystem gibt, dann bei der im internationalen Vergleich enorm hohen Anzahl an Unterrichtsstunden und den Kosten durch das selektive Schulsystem. Die frühe Trennung der SchülerInnen, eine zweigeteilte LehrerInnenausbildung und die Unmöglichkeit der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen in Hauptschulen und Gymnasien sind tatsächlich reformbedürftig," so Brosz abschließend.

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