LH Haider: Nein zu drohender Doppelmaut für Kärnten

Kärnten hat als einziges Bundesland selbst Finanzierungsanteile bei Autobahnen geleistet - Holzwirtschaft bedeutender Faktor -Minister Molterer startet "Walddialog" in Klagenfurt

Klagenfurt (LPD) - Landeshauptmann Jörg Haider sagte heute bei der Klagenfurter Holzmesse, dass im Zuge der Einführung des Roadpricing für das Bundesland Kärnten die historische Chance bestehe, die drohende Doppelmaut wegzubekommen. Mit dieser Forderung, Kärnten bei der geplanten Maut-Neuordnung aus diesen zusätzlichen Kosten herauszuhalten, unterstützte der Landeshauptmann auch das Bestreben von Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher. Haider erinnerte auch daran, dass Kärnten als einziges Bundesland bei seinen Autobahnen (etwa Tauernautobahn) selbst einen Finanzierungsanteil geleistet hatte. Es sei daher nur logisch richtig, wenn bei Neubaustrecken in anderen Bundesländern auch diese ihren finanziellen Anteil leisten, wie es Kärnten gemacht habe.

Der von Pacher geäußerten Idee, wonach Arbeitnehmern nach Freizeitunfällen zwei Tage von der Urlaubszeit abzuziehen seien, widersprach Haider. Der Erfolg eines Betriebes hänge von den Mitarbeitern ab und daher sollte der Erfolg auch allen Beteiligten in gerechter Weise zugute kommen, so Haider. Über verschiedene Krankenstandsmodelle für Klein- und Mittelbetriebe - wie etwa auch über Versicherungslösungen für Freizeitunfällen - sollte diskutiert werden, regte der Landeshauptmann an.

Haider wies weiters auf die positive Entwicklung des Kärntner Tourismus hin, der ein 3,5prozentiges Plus im heurigen Sommer bislang ausweist. Auch die Holzwirtschaft und -industrie sei ein überaus bedeutender Faktor in Kärntens Wirtschaft, der in viele Bereiche wie Anlagenbau, Elektronik, Energie usw. hineinwirkt.

Beim Strompreis sei in künftigen Verhandlungen wieder die richtige Balance zu finden, zwischen normalem Strom und Ökostrom, der teurer ist. Kärntens Holzmesse sei eine großartige Leistungsschau, die eine dynamische, aufstrebende Wirtschaft zeige.

Bundesminister Wilhelm Molterer unterstrich die Wichtigkeit des Konzepts der Nachhaltigkeit. Von Klagenfurt aus werde der "österreichische Walddialog" gestartet, dieser sollte möglichst von allen genützt werden, appellierte Molterer. Zielsetzung sei, einen Konsens über ein gemeinsames österreichisches Waldprogramm zu erreichen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder soll dabei oberste Priorität haben.

Wirtschaftskammerpräsident Pacher meinte weiters, die Auftragslage sei zufriedenstellend, doch die Prognosen seien nicht günstig. Messepräsident Walter Dermuth stellte fest, dass Österreichs Forstwirtschaft EU-weit eine Vorreiterrolle einnehme. Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher dankte Minister Molterer für seine Bereitschaft, das Uferstück Loretto seitens des Bundes anzukaufen bzw. einen Ankauf zu unterstützen. Unter den vielen Ehrengästen waren auch LHStv. Karl Pfeifenberger und die Landesräte Reinhart Rohr und Georg Wurmitzer. (Schluss)

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