Brauner: "Integration ist Normalität in Kindergärten"

Wiener Kinderfreunde betonen Bedeutung des Kindergartens für Familien nicht-deutscher Muttersprache

Wien (OTS) - "Ich + Du = Wir", unter diesem Motto feiern die Kinderfreunde am 8. September an 23 Plätzen in ganz Wien wieder mit tausenden Familien die Familienfeste anlässlich des Welttages des Kindes. Bei einem Pressebriefing in der Firma Staud’s in Ottakring wurde heute, Donnerstag, ein wesentlicher Aspekt dieses Mottos thematisiert: Die sanfte Integration von Kindern und Familien mit nicht-deutscher Muttersprache über den Kindergarten. Integration sei in Wiens Kindergärten Normalität, sagte Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner. "Im Kindergarten überwinden Kinder spielend Konflikte. Die Nationalität ist dabei völlig unwichtig."****

Gastgeber Dkfm. Hans Staud, Integrationsstadträtin Renate Brauner, Bezirksvorsteherin Erni Graßberger, die Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde, die Sängerin Sandra Pires, Gjeli Ganimete und Raza Shala, zwei Mütter aus dem Kosovo, sowie Mag. Beate Schuler von der UNHCR betonten unisono, dass es besonders wichtig sei, dass Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache möglichst früh den Kindergarten besuchen. Mit einer Grußbotschaft sendete auch die Schauspielerin Andrea Eckert eindringliche Worte zu diesem Thema.

Wichtige interkulturelle und integrative Funktion

"Der Besuch des Kindergartens ist für alle Kinder auch aus pädagogischen Gründen extrem wichtig", meinte Brauner. In der öffentlichen Wahrnehmung werde oft die Rolle der Kindergärten als hervorragende Bildungseinrichtungen zu wenig wahrgenommen. "Gerade in einer Weltstadt wie Wien kommt den Kindergärten aber zusätzlich eine bedeutende interkulturelle und integrative Funktion zu", betonte Renate Brauner, die auch Präsidentin des Wiener Integrationsfonds ist.

Spielerisch Deutsch lernen

"Es ist so wichtig, dass alle Kinder ab drei Jahren, die in Wien leben, die Möglichkeit wahrnehmen, einen Kindergarten zu besuchen. Mit ihrer natürlichen sozialen Kompetenz und unterstützt durch die KindergartenpädagogInnen finden Kinder im Kindergarten gut in das Leben in einer für sie fremden Kultur hinein. Außerdem lernen sie dort sehr schnell und spielerisch die deutsche Sprache", berichtet Erni Graßberger über die Erfahrungen der Kinderfreunde, die in Wien 132 Kindergärten führen, darunter den Kindergarten im Integrationshaus und das Integrationskindertagesheim Kaiserebersdorf, einen Betriebskindergarten des Innenministeriums für Flüchtlinge, der eng mit dem Fonds zur Integration von Flüchtlingen zusammenarbeitet.

Information und Kontakte knüpfen

Gjeli Ganimete und Raza Shala, zwei Mütter, die 1990 bzw. 1999 aus dem Kosovo nach Wien kamen, bestätigten, dass für diejenigen ihrer Kinder, die hier den Kindergarten besuchen konnten, der Einstieg in die Schule wesentlich einfacher war, als für Kinder, die diese Möglichkeit nicht hatten. Auch sie selbst konnten bei den verschiedenen Aktivitäten "ihres" Kindergartens Kontakte knüpfen, Informationen etwa über das Schulsystem und Gesundheitswesen sammeln und Sicherheit im Hinblick auf ihr Leben in einem fremden Land gewinnen. Raza Shala ist mittlerweile Helferin in "ihrem" Kindergarten.

Willkommen sein

Auch die in Ost-Timor geborene Sängerin Sandra Pires, die in Portugal aufwuchs, als Teenager nach Australien übersiedelte und schließlich vor genau zehn Jahren nach Wien kam, weiß, was es heißt, in einem fremden Land eine neue Heimat zu suchen: "Es ist so wichtig, willkommen geheißen zu werden, denn nur dann kann man beginnen, sich zuhause zu fühlen und das auch wollen."

Nach dem Pressebriefing luden die Kinder des Integrationskindertagesheimes Kaiserebersdorf und deren Eltern zum internationalen Buffet und einer kleinen Zirkusshow im Mitspielzirkus "Rasselbumm" der Wiener Kinderfreunde ein, der an diesem Tag auf der Piazza beim Brunnenmarkt Station machte. Die Wiener Städtische, Hauptsponsor der Welttags-Feiern in Wien, sponserte diesen Zirkusevent, bei dem auch die von Dkfm. Hans Staud kreierte zweifärbige Welttags-Konfitüre aus Marillen und Erdbeeren verkostet werden konnte. "Denn die Marille ist eine aus Armenien über das Schwarze Meer nach Mitteleuropa ‚immigrierte‘ Frucht. Und die Erdbeerkonfitüre lieben einfach alle Kinder", erklärte der international erfolgreiche Unternehmer, der seinem Standort im Ottakringer Brunnenviertel treu bleibt.

Infos über die Feiern zum Welttag des Kindes in Wien unter Tel. 01/401 25 oder http://wien.kinderfreunde.at/ (ab 4.9.).

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Mag. Heidemarie Kargl, Büro Stadträtin Brauner,
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Michaela Müller-Wenzel, Wiener Kinderfreunde,
Tel. 0676/37 29 030
(Schluss) hk

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