Scheele bei UNO-Weltgipfel: Bei der Umsetzung des Nachhaltigkeits-Prinzips hapert es

Delegation des Europäischen Parlaments bei UNO-Weltgipfel in Johannesburg

Wien (SK) "Leider ist beim UNO-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg nicht mit dem Besten zu rechnen. Insbesondere bei der Umsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit hapert es ganz gewaltig", erklärte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, die sich derzeit im Rahmen einer 15-köpfigen EU-Parlamentarierdelegation in Johannesburg aufhält, Donnerstag am Rande des UNO-Weltgipfels. Scheele unterstrich gleichzeitig den Umstand, dass "dieser Gipfel noch vor zehn Jahren wegen des unmenschlichen Apartheidsystems nicht hier in Johannesburg" möglich gewesen wäre. ****

Das Ziel des UNO-Weltgipfels bestehe darin, einen "Überblick über die zehn Jahre seit Rio" zu schaffen und zu bewerten, was aus den Zielen von damals geworden sei, erklärte Scheele. "Nachhaltigkeit in möglichst vielen Lebensbereichen als Prinzip zu verankern und umzusetzen", müsse auch weiterhin auf der Tagesordnung bleiben. "Klar ist ebenfalls, dass Nachhaltigkeit nicht nur in schönen Reden vorkommen darf - wir brauchen konkrete Zielsetzungen." Als Schwerpunkte nannte Scheele Wasser, Energie, Gesundheit -insbesondere im Umgang mit Aids, Landwirtschaft und Artenvielfalt.

Unter "Nachhaltigkeit" versteht man die Erfüllung der Bedürfnisse heute lebender Generationen - ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Scheele stellte klar, dass sich die Europäische Union für die "Umsetzung des Kyoto-Protokolls stark" mache. "Es ist unglaublich: Die Konferenzteilnehmer von offizieller amerikanischer Seite wollen das nicht einmal diskutieren", schloss Scheele. (Schluss) wf/mm

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