"Geteilte Arbeitswelt" - Aktuelle Sonderauswertung des Arbeitsklima-Index

Linz (AKO) Eines der Haupterkenntnisse der aktuellen Sonderauswertung des Arbeitsklima-Index ist, dass trotz gesteigerter wirtschaftlicher Dynamik, der Expansion des Dienstleistungssektors und zunehmender Flexibilisierung die Arbeitswelt nach wie vor fein säuberlich in Männer- und Frauenbranchen aufgeteilt ist.

Die Folgen dieser Aufspaltung des Arbeitsmarktes äußern sich in unterschiedlichen Erwerbsquoten, Einkommens- und Karrieremöglichkeiten von Männern und Frauen und damit auch unterschiedlichen Lebensgestaltungschancen je nach Geschlecht.

Die klassischen Männerbranchen gibt es vor allem im industriellen gewerblichen Bereich und die frauendominierten Branchen im Dienstleistungssektor. In der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie/-gewerbe sind nur 16 Prozent Frauen beschäftigt. Nur in der Textilbranche, einem Industriesektor mit einem der niedrigsten Lohnniveaus überhaupt dominieren Frauen mit knapp drei Viertel der Beschäftigten. Ähnliches gilt dann für den Einzelhandel mit 77 Prozent Frauenanteil, dem Gesundheits- und Sozialwesen mit 76 Prozent, dem Unterrichtswesen mit 66 Prozent und dem Fremdenverkehr mit 63 Prozent.

Die Ergebnisse aus dem Arbeitsklima-Index werden durch eine jüngste
Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts bestätigt, die besagt, dass sich das Spektrum der Frauen zugänglichen Arbeitsplätze in den nächsten Jahren weiter verengen wird.

Bei den Löhnen zeigt sich das traditionelle Bild, dass die Fraueneinkommen den Männereinkommen deutlich nachhängen. Eine gewisse Angleichung gibt es nur bei den ganz niedrigen Einkommen. Mit steigendem Einkommen klafft die Schere zwischen den Frauenverdiensten und den Männerverdiensten immer weiter auseinander.

Aufgrund der prekären Einkommenssituation im Verlauf des Erwerbslebens sind Frauen hinsichtlich ihrer Altersvorsorge wesentlich pessimistischer als Männer. Mehr als ein Viertel der Frauen glaubt, dass ihr Einkommen in der Pension nicht zum Leben ausreichen wird. Bei den Männern sind es nur 17 Prozent.

Weitere Themen der Sonderauswertung waren "Frauen und Karriere", und "Arbeitszeit, Beruf und Familie". Die Details können dem aktuellen Arbeitsklima-Index-Newsletter entnommen werden und sind auch auf der Homepage der AK Oberösterreich, www.arbeiterkammer.com zu finden.

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