- 29.08.2002, 11:00:02
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ÖBB: Bahn frei für grünes Denken
Nachhaltiger Umweltschutz: Präsentation des ÖBB-Umweltberichtes 2001
Wien (ÖBB). Der heute präsentierte Umweltbericht 2001 der
Österreichischen Bundesbahnen verdeutlicht die Vorreiterrolle der ÖBB
im Bereich des nachhaltigen Umweltschutzes. Ein unternehmensweites
Abfallwirtschaftskonzept, erfolgreiche Projekte im Bereich der
erneuerbaren Energie, Bahnhöfe mit eigenen Umweltmanagement-systemen
und die langfristige Attraktivierung von Standorten durch die
strukturierte Beseitigung von illegalen Müllablagerungen, gelten als
Vorzeigeprojekte für Österreich und Europa. "Vom sorgsamen Umgang mit
der Umwelt beim Infrastrukturausbau bis zum Einsatz umweltschonender
Triebfahrzeuge: Die ÖBB setzen auf nachhaltigen Umweltschutz",
konkretisiert Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die
Unternehmensstrategie. Und die Bahn verfügt über einen ökologischen
Wettbewerbsvorteil, denn hinsichtlich Luft- und Lärmbelastung sind
die ÖBB mit Abstand das umweltfreundlichste Massenverkehrsmittel.****
RESSOURCENSCHONENDE MOBILITÄT
Um die Vorreiterrolle im nachhaltigen Umweltschutz weiter auszubauen,
setzen die ÖBB auf ressourcenschonende Mobilität. Zu den wesentlichen
umwelttechnischen Neuerungen zählt die elektrische Rückspeisebremse
bei der Taurus-Lokomotive, die für die Energierückgewinnung von
durchschnittlich 10 Prozent der aufgenommenen Traktionsmenge während
des Betriebs sorgt. Auf nicht-elektrifizierten Strecken fahren die
ÖBB mit Diesel-Lokomotiven, bzw. stellen die Mobilität auch über den
BahnBus sicher. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion des
Individualverkehrs und damit zum Umweltschutz.
Die Diesellokomotiven "Hektor" und "Hercules" halten die europaweit
strengsten Grenzwerte bei Lärmemissionen ein. Eine neue
Motorentechnologie reduziert den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu
den bisherigen Dieselmotoren um rund 20 Prozent. Aktiver
Umweltschutz, der sich rechnet: Die Steigerung bei den
Personenkilometer im Zeitraum 1998 - 2001 betrug 3,5 %, bei den
Tonnenkilometern 13,3 %. Im Verhältnis dazu stieg der
Energieverbrauch nur um 10,2 %. "Diese Einsparung konnte durch ein
gezieltes ökologisches Beschaffungs- und Wartungswesen erzielt
werden, durch effizientere Lokomotiven mit Rekuperationstechnik und
ressourcenschonende Verbesserung und Wartung des Wagenmaterials", so
Sylvia Berndorfer, Leiterin des ÖBB-Umweltmanagements.
UMWELTGERECHTE MOBILITÄTSZENTREN
Neben dem Hbf. München ist der Hbf. Linz der einzige Bahnhof
weltweit, der über ein eigenes Umweltmanagementsystem verfügt.
Bereits 1998 eingeführt, wurde der Hbf. Linz Ende 2001 erneut nach
der international gültigen EMAS-Norm (Environmental Management and
Audit Scheme) erfolgreich zertifiziert. Das Umweltmanagementsystem
führt zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und zur Optimierung der
Ressourcen. Das zahlt sich aus. Durch Abfalloptimierungsprojekte wie
der Verbesserung der Mülltrennung oder der Einrichtung einer
zentralen Sammelstelle konnte am Abfallsektor eine Kosteneinsparung
von jährlich 116.276,53 Euro erreicht werden. Durch gezielte
Wassersparmaßnahmen werden jährliche Einsparungen in Höhe von
72.672,83 Euro erzielt.
Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Linz werden - wo es möglich und
sinnvoll ist - auf andere Bereiche der ÖBB umgelegt. Eine
Herausforderung, denn als größtes Unternehmen Österreichs mit rund
49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Schienennetz von
5.600 km, verfügen die ÖBB über 3.500 Standorte österreichweit.
ÖKOLOGISCHER INFRASTRUKTURAUSBAU
Der Ausbau der Schieneninfrastruktur erfolgt mit größter
Rücksichtnahme auf das ökologische Gefüge der Region. So wurde im
Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Strecke St. Veit an der Glan -
Klagenfurt im Landschaftsschutzgebiet Amdorf ein Biotop errichtet,
das für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten einen neuen
Lebensraum zur Verfügung stellt. Für Thomas Türinger, Leiter ÖBB
Planung & Engineering, ist Umweltschutz "der Schlüsselfaktor für die
rasche und erfolgreiche Umsetzung von Ausbauprojekten." Der Umbau
Bahnhof Böckstein und Tauerntunnel ist das erste Großbauprojekt mit
eigenem Umweltmanagementsystem in Österreich. Unter dem Aspekt der
Vereinbarkeit von Natur, Technik und Mensch ist auch das erfolgreiche
Mediationsverfahren rund um die Hochleistungsstrecke im Gasteinertal
zu verstehen, dem ersten eisenbahnspezifischen Mediationsverfahren in
Europa. "Innovation und qualitätsvoller Umgang mit der Natur", so
Türinger, "genießen bei den ÖBB Priorität und sind entscheidende
Wettbewerbsfaktoren für ein Schienenverkehrsunternehmen."
WETTBEWERBSFAKTOR: NACHHALTIGER UMWELTSCHUTZ
Mit der Generalsanierung des Areals am Wiener Nordbahnhof und der
nachhaltigen Attraktivierung dieses Standortes, setzte das
ÖBB-Umweltmanagement ein Umweltkonzept um, das nationale und
internationale Anerkennung genießt. Pilotprojekte wie der
Öko-Point-Meidling oder die erfolgreichen Umweltmanagementsysteme an
den Standorten der ÖBB zeugen von großer Innovationskraft des
ÖBB-Umweltteams. "Für uns ist nachhaltiger Umweltschutz die aktive
Gestaltung der ressourceschonenden Mobilität", so die Leiterin Sylvia
Berndorfer. Die bewusste Gestaltung der Umwelt durch den gezielten
Einsatz der Ressourcen zieht sich durch den gesamten
Produktionsprozess und wirkt als Querschnittsfunktion im Unternehmen
ÖBB. "Die ÖBB "fahren" eine proaktive Umweltpolitik in Richtung
Vermeidungspolitik. Dadurch ergeben sich ökonomisch/ökologisch
wertvolle Effekte für das Gesamtunternehmen, was die
Wettbewerbsfähigkeit der ÖBB entscheidend erhöht", unterstreicht
Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die Marktführerschaft der ÖBB im
Bereich des umweltverträglichen Verkehrs.
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