ÖBB: Bahn frei für grünes Denken

Nachhaltiger Umweltschutz: Präsentation des ÖBB-Umweltberichtes 2001

Wien (ÖBB). Der heute präsentierte Umweltbericht 2001 der Österreichischen Bundesbahnen verdeutlicht die Vorreiterrolle der ÖBB im Bereich des nachhaltigen Umweltschutzes. Ein unternehmensweites Abfallwirtschaftskonzept, erfolgreiche Projekte im Bereich der erneuerbaren Energie, Bahnhöfe mit eigenen Umweltmanagement-systemen und die langfristige Attraktivierung von Standorten durch die strukturierte Beseitigung von illegalen Müllablagerungen, gelten als Vorzeigeprojekte für Österreich und Europa. "Vom sorgsamen Umgang mit der Umwelt beim Infrastrukturausbau bis zum Einsatz umweltschonender Triebfahrzeuge: Die ÖBB setzen auf nachhaltigen Umweltschutz", konkretisiert Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die Unternehmensstrategie. Und die Bahn verfügt über einen ökologischen Wettbewerbsvorteil, denn hinsichtlich Luft- und Lärmbelastung sind die ÖBB mit Abstand das umweltfreundlichste Massenverkehrsmittel.****

RESSOURCENSCHONENDE MOBILITÄT
Um die Vorreiterrolle im nachhaltigen Umweltschutz weiter auszubauen, setzen die ÖBB auf ressourcenschonende Mobilität. Zu den wesentlichen umwelttechnischen Neuerungen zählt die elektrische Rückspeisebremse bei der Taurus-Lokomotive, die für die Energierückgewinnung von durchschnittlich 10 Prozent der aufgenommenen Traktionsmenge während des Betriebs sorgt. Auf nicht-elektrifizierten Strecken fahren die ÖBB mit Diesel-Lokomotiven, bzw. stellen die Mobilität auch über den BahnBus sicher. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion des Individualverkehrs und damit zum Umweltschutz.

Die Diesellokomotiven "Hektor" und "Hercules" halten die europaweit strengsten Grenzwerte bei Lärmemissionen ein. Eine neue Motorentechnologie reduziert den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu den bisherigen Dieselmotoren um rund 20 Prozent. Aktiver Umweltschutz, der sich rechnet: Die Steigerung bei den Personenkilometer im Zeitraum 1998 - 2001 betrug 3,5 %, bei den Tonnenkilometern 13,3 %. Im Verhältnis dazu stieg der Energieverbrauch nur um 10,2 %. "Diese Einsparung konnte durch ein gezieltes ökologisches Beschaffungs- und Wartungswesen erzielt werden, durch effizientere Lokomotiven mit Rekuperationstechnik und ressourcenschonende Verbesserung und Wartung des Wagenmaterials", so Sylvia Berndorfer, Leiterin des ÖBB-Umweltmanagements.

UMWELTGERECHTE MOBILITÄTSZENTREN
Neben dem Hbf. München ist der Hbf. Linz der einzige Bahnhof weltweit, der über ein eigenes Umweltmanagementsystem verfügt. Bereits 1998 eingeführt, wurde der Hbf. Linz Ende 2001 erneut nach der international gültigen EMAS-Norm (Environmental Management and Audit Scheme) erfolgreich zertifiziert. Das Umweltmanagementsystem führt zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und zur Optimierung der Ressourcen. Das zahlt sich aus. Durch Abfalloptimierungsprojekte wie der Verbesserung der Mülltrennung oder der Einrichtung einer zentralen Sammelstelle konnte am Abfallsektor eine Kosteneinsparung von jährlich 116.276,53 Euro erreicht werden. Durch gezielte Wassersparmaßnahmen werden jährliche Einsparungen in Höhe von 72.672,83 Euro erzielt.

Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Linz werden - wo es möglich und sinnvoll ist - auf andere Bereiche der ÖBB umgelegt. Eine Herausforderung, denn als größtes Unternehmen Österreichs mit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Schienennetz von 5.600 km, verfügen die ÖBB über 3.500 Standorte österreichweit.

ÖKOLOGISCHER INFRASTRUKTURAUSBAU
Der Ausbau der Schieneninfrastruktur erfolgt mit größter Rücksichtnahme auf das ökologische Gefüge der Region. So wurde im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Strecke St. Veit an der Glan -Klagenfurt im Landschaftsschutzgebiet Amdorf ein Biotop errichtet, das für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum zur Verfügung stellt. Für Thomas Türinger, Leiter ÖBB Planung & Engineering, ist Umweltschutz "der Schlüsselfaktor für die rasche und erfolgreiche Umsetzung von Ausbauprojekten." Der Umbau Bahnhof Böckstein und Tauerntunnel ist das erste Großbauprojekt mit eigenem Umweltmanagementsystem in Österreich. Unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Natur, Technik und Mensch ist auch das erfolgreiche Mediationsverfahren rund um die Hochleistungsstrecke im Gasteinertal zu verstehen, dem ersten eisenbahnspezifischen Mediationsverfahren in Europa. "Innovation und qualitätsvoller Umgang mit der Natur", so Türinger, "genießen bei den ÖBB Priorität und sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren für ein Schienenverkehrsunternehmen."

WETTBEWERBSFAKTOR: NACHHALTIGER UMWELTSCHUTZ
Mit der Generalsanierung des Areals am Wiener Nordbahnhof und der nachhaltigen Attraktivierung dieses Standortes, setzte das ÖBB-Umweltmanagement ein Umweltkonzept um, das nationale und internationale Anerkennung genießt. Pilotprojekte wie der Öko-Point-Meidling oder die erfolgreichen Umweltmanagementsysteme an den Standorten der ÖBB zeugen von großer Innovationskraft des ÖBB-Umweltteams. "Für uns ist nachhaltiger Umweltschutz die aktive Gestaltung der ressourceschonenden Mobilität", so die Leiterin Sylvia Berndorfer. Die bewusste Gestaltung der Umwelt durch den gezielten Einsatz der Ressourcen zieht sich durch den gesamten Produktionsprozess und wirkt als Querschnittsfunktion im Unternehmen ÖBB. "Die ÖBB "fahren" eine proaktive Umweltpolitik in Richtung Vermeidungspolitik. Dadurch ergeben sich ökonomisch/ökologisch wertvolle Effekte für das Gesamtunternehmen, was die Wettbewerbsfähigkeit der ÖBB entscheidend erhöht", unterstreicht Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die Marktführerschaft der ÖBB im Bereich des umweltverträglichen Verkehrs.

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