AK fordert vom Arbeitsminister Bildungsoffensive für arbeitslose Jugendliche

Mehr als 3.000 Jugendlichen mit Pflichtschulabschluss droht sonst Langzeitarbeitslosigkeit

Wien (AK) - Die AK fordert von Arbeitsminister Bartenstein eine sofortige Bildungsoffensive für gering qualifizierte Jugendliche. Gerade bei den Jugendlichen steigt die Arbeitslosigkeit dramatisch. Mehr als 3.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, waren Ende Juli bereits länger als drei Monate arbeitslos - ihnen droht die Langzeitarbeitslosigkeit. Damit diese Jugenlichen mehr und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, verlangt die AK ein sofortiges
AMS-Schwerpunktprogramm. Konkret fordert die AK für diese Jugendlichen die Möglichkeit über das AMS, eine Facharbeiterausbildung zu erlangen.
Für dieses Sofort-Programm wären rund 72 Millionen Euro notwendig. Das Geld dafür ist im Arbeitsmarktservice vorhanden, stellt die AK fest - nur muss es Arbeitsminister Bartenstein endlich frei geben. Überdies erinnert die AK Minister Bartenstein an sein Versprechen, dass jeder Jugendliche eine Ausbildungsmöglichkeit erhalten wird. Daher fordert die AK den Arbeitsminister auf, sofort die notwendigen Schritte zur Umsetzung eines Auffangnetzes für lehrstellensuchende Jugendliche zu setzen. Jede weitere Verzögerung würde für 4.000 Jugendliche bedeuten, dass sie monatelang ohne Chance auf Ausbildung auf der Straße stehen.****

Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit dramatisch an. Mit einem Anstieg von beinahe 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gehören sie zu den Hauptbetroffenen der derzeitigen Arbeitsmarktkrise. Besonders schlimm ist die Situation für die gering qualifizierten Jugendlichen. Ende Juli waren mehr als 3000 von ihnen bereits länger als drei Monate arbeitslos und damit akut gefährdet, in die Langzeitarbeitslosigkeit abzugleiten. Daher fordert die Arbeiterkammer vom zuständigen Arbeitsminister ein sofortiges AMS-Schwerpunktprogramm für diese Jugendlichen. Sie müssen die Möglichkeit erhalten, den Hauptschulabschluss nachzuholen, sich auf die Lehrabschlussprüfung vorbereiten zu können und über das AMS zu Facharbeitskräften ausgebildet zu werden. Die Kosten dafür werden von der AK mit 72 Millionen Euro geschätzt. Das Geld dafür ist vorhanden - der Arbeitsminister muss dieses Geld nur endlich freigeben.

Derzeit suchen in Österreich beinahe 9.000 Jugendliche eine Lehrstelle. Davon werden nach Berechnung der AK-Experten rund 4.000 Jugendliche im Herbst keine Lehrstelle finden können, weil die Betriebe immer weniger Lehrlinge ausbilden. Die Zahl der angebotenen offenen Lehrstellen ist im Vergleich zu Vorjahr mit 17 Prozent dramatisch gesunken. Damit alle eine Chance auf Ausbildung haben, fordert die AK dringend ein Auffangnetz für lehrstellensuchende Jugendliche. Die Vorbereitungsarbeiten dafür sind abgeschlossen - es fehlen aber die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für den Start. Der Arbeitsminister hat allen Jugendlichen Ausbildungsplätze versprochen - beim Einlösen dieses Versprechens ist er aber säumig, kritisiert die AK.

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