Generali Vienna Group: Ungebremstes Wachstum

Prämienaufkommen wuchs im ersten Halbjahr um 6%. Rückversicherungsverträge mildern Belastung durch Unwetterschäden. Dividende auf Vorjahresniveau zu erwarten.

Wien (OTS) - Auch nach den katastrophalen Unwettern dieses Sommers und trotz der weiterhin unbefriedigenden Entwicklung der Kapitalmärkte hält die börsennotierte Generali Holding Vienna AG, Wien, an ihrer Dividenden-Prognose für 2002 fest. Wie aus dem heute veröffentlichten Halbjahresbericht hervorgeht, werde für das Gesamtjahr ein Ergebnis erwartet, das eine weitere Dotierung der Eigenmittel und die Ausschüttung einer Dividende auf Vorjahresniveau - 1,82 Euro je Stückaktie - ermöglicht.

Erstes Halbjahr: Starkes Plus im Nicht-Leben-Geschäft
Im ersten Halbjahr konnte die Generali Vienna Group ihren Wachstumskurs fortsetzen. In ihren Tätigkeitsländern Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Slowenien und Rumänien erzielte die Gruppe im Vergleich zum Vorjahr ein Prämienplus von 6,0% auf 1,43 Milliarden Euro.
Auf das Rückversicherungsgeschäft entfielen davon 100 Millionen Euro, auf das Direktgeschäft somit 1,33 Milliarden Euro.
Dabei erzielte die Gruppe vor allem bei den Nicht-Lebenssparten einen starken Zuwachs um 9,2% auf 952 Mio. Euro. Bei den Kfz-Haftpflichtversicherungen lag das Plus bei 9,0%, bei den sonstigen Autoversi-cherungen sogar bei 12,3%.
In der Lebensversicherung konnte in den CEE-Ländern - mit einem Anteil von bereits über 20% an den Lebensversicherungsprämien der Gruppe - eine Steigerung um fast 50% erzielt werden. In Österreich war vor allem in der fondsgebundenen Lebensversicherung und bei den Einmalprämien das Geschäft durch die unsichere Kapitalmarktentwicklung beeinträchtigt. Insgesamt betrug der Zuwachs an Lebensversicherungsprämien 0,3% auf 378 Mio. Euro.

Anteil der CEE-Staaten erstmals über 20%
Träger des Wachstums der Gruppe waren im ersten Halbjahr vor allem die Gesellschaften in den CEE-Ländern. Sie konnten ihr Prämienvolumen um 32% auf 270 Mio. Euro steigern. Damit überschritt der Anteil am gesamten Prämienaufkommen der Gruppe erstmals die 20-%-Marke.
Die österreichischen Gruppengesellschaften erzielten ein Wachstum um 1,6% auf 1,06 Milliarden Euro.

Schadenmanagement und Kostenbremse greifen
Wesentlich geringer als das Prämienaufkommen wuchsen die Schadenzahlungen und Leistungen sowie die gesamten Kosten. Für Schäden und Leistungen wurden im ersten Halbjahr 1,1 Milliarden Euro (plus 3,2%) ausbezahlt. Von den Hochwasserschäden im August wird auch die Generali Vienna Group stark betroffen sein. Allerdings werden sich diese Katastrophen auf Grund der bestehenden Rückversicherungsverträge unter dem Strich in gemilderter Form niederschlagen.
In den gesamten Kosten, die sich nur um 0,3% auf 359 Mio. Euro erhöhten, sind auch die fortgesetzten Investitionen in den Aufbau neuer Gesellschaften enthalten. Die Kosten der österreichischen Gesellschaften lagen dank der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen um 2,2% unter dem Vorjahreswert.

Kapitalanlagen wuchsen um 367 Mio. Euro
Bei der Bewertung ihrer Kapitalanlagen hält die Generali Vienna Group am strengen Niederstwertprinzip fest. Die konsolidierten Kapitalanlagen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2002 um 367 Mio. Euro oder 4,7% auf 8,2 Milliarden Euro. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen (Zinsen, Mieten, Dividenden, Fondsausschüttungen) reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 13% auf 198 Mio. Euro; ein wesentlicher Teil des Rückgangs ist auf das Abreifen des hoch-verzinslichen Altbestandes an "Sonstige Ausleihungen" und "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" zurückzuführen.

Ausblick: Anhaltendes Prämienwachstum
Neben der Aussicht auf eine unveränderte Dividende rechnet die Generali Vienna Group für das Gesamtjahr mit einem Prämienwachstum von 4,8% auf 2,6 Milliarden Euro. Die bis zur Jahresmitte positive Grundtendenz des Schadenverlaufes wird sich voraussichtlich bis zum Jahresende fortsetzen. In den von den Unwetterschäden betroffenen Sparten ist jedoch mit einer beträchtlichen Verschlechterung der Bruttoschadenbelastung zu rechnen.
Die Kostensituation der Gruppe wird durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in diesem Jahr deutlich verbessert.

Als Schwerpunkt für das zweite Halbjahr nennt Konzernchef Dr. Dietrich Karner eine weitere Verbesserung der Kostensituation. Auch auf die Fortsetzung des Aufbaus in den CEE-Staaten - u.a. durch die Geschäftsaufnahme in Kroatien und die Integration der im Frühjahr begonnenen Übernahme der CEE-Aktivitäten der Zurich Financial Services Group - wird besonderes Augenmerk gelegt. Außerdem laufen die Vorbereitungen für den Start der Generali-Bank in Österreich Anfang 2003 auf Hochtouren. Karner: "Damit bauen wir unsere starke Marktposition als umfassender und ertragsorientierter Finanz-dienstleister in Zentraleuropa weiter kräftig aus."

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