Vier Tage Urlaub vom Hochwasseralptraum -

Die Aktion "1000 Betten - 1000 Freuden" macht es möglich

Wien (PWK611) Jetzt, nach den ersten Aufräumarbeiten und der ersten Phase der Krisenbewältigung, ermöglichen die österreichischen Sterne-Hotels mit der Initiative "1000 Betten - 1000 Freuden" Kindern hochwassergeschädigter Familien Kurzurlaub - ohne Kosten für Hotelzimmer, Verpflegung und Bahnfahrt. Die an der Aktion beteiligten Hoteliers haben in Koordination mit ihrer Fachgruppe kurzfristig und in großer Anzahl Zimmer bereitgestellt. Information und Anmeldeformulare liegen bei den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden und bei den Bezirksstellen der Wirtschaftskammern bereit.

Das Besondere an der Aktion: Die Kinder können nun - gemeinsam mit einer vertrauten Person aus dem Familienkreis - Abstand gewinnen, Erlebtes aufarbeiten und Energien tanken. "Jetzt ist die psychische Verarbeitung des Erlebten für die Kinder wichtig. Bisher war es für die betroffenen Kinder wichtig, mitzuerleben, dass die Erwachsenen wieder Ordnung schaffen und wie sie das tun", so eine Psychologin. Genau daran hat sich die Initiative orientiert. Das Konzept zielt darauf ab, nach der ersten Phase der Hochwasserbewältigung den betroffenen Familien ein entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen.

Die ÖBB - obwohl selbst von den Unwetterfolgen stark in Mitleidenschaft gezogen - stellen als zentraler Kooperationspartner Feriennetzkarten zur Verfügung. An- und Abreise sind also sichergestellt. Die Feriennetzkarte gilt in ganz Österreich für den ÖBB-Schienenverkehr.

"Es geht uns primär darum, den Kindern die Möglichkeit zu geben, in Geborgenheit das Erlebte zu besprechen, die Ereignisse zu verarbeiten und Ablenkung zu finden, bevor durch Schulbeginn der Alltag wieder zurückkehrt. Tapetenwechsel bringt ein bisschen Erleichterung," beschreibt Hans Melcher, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, die Möglichkeiten und Grenzen der Initiative, denn die Branche selbst ist durch den unerwarteten Gästeausfall ebenfalls beeinträchtigt.

Bürgermeister wissen am besten, welche Kinder wirklich betroffen sind und welchen Familien hier am meisten geholfen ist. "Es geht auch darum, die Nähe, die in den Familien durch die dramatischen Stunden gewachsen ist, zu würdigen. Aber nach dem Einsatz kommt die Erschöpfung. Und vor den nächsten Herausforderungen soll ein wenig Zeit zum Durchatmen sein" bestätigt der Generalsekretär des österreichischen Gemeindebundes, Hofrat Robert Hink, die Beweggründe der Initiatoren.

Anmeldungen können ab sofort bis spätestens Dienstag, 3. September, erfolgen. Je rascher die Anmeldung, um so eher kann die Reise angetreten werden und um so sicherer ist die Buchung. Zimmer sind sehr zahlreich, aber nicht unbegrenzt verfügbar. Antritt der Rückreise ist spätestens Sonntag, 8. September.

Infos auch im Internet unter www.hotelverband.at unter den "Schlagzeilen" oder http://wko.at unter dem button "Betriebe in Not". (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Heribert Purtscher
Tel.: 01/50105/4363

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