Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz

Neues EDV-System erspart Suche nach Befunden - Mit "MedIS" zum modernsten Krankenhaus Österreichs

Linz (OTS) - Hinter der Abkürzung "MedIS" steht ein umfassendes medizinisches Informations-system, das einen sofortigen Zugriff auf alle Befunde und Therapieempfehlungen eines Patienten ermöglicht. Ein rascher Überblick über alle Daten des Patienten und seiner Krankheitsgeschichte sind damit gewährleistet. Die ganzheitliche patientenbezogene Betrachtung erleichtert die optimale Wahl der Behandlungsform. Das moderne EDV-System erspart damit langes Suchen nach Befunden und Untersuchungswiederholungen werden vermieden. Zeit-und Kostenersparnis sind gemeinsam mit der optimierten Patientenorientierung das Ergebnis dieses großangelegten EDV-Projektes.

Im neuen Programm sind sämtliche Befunde gespeichert egal, ob stationär oder ambulant. Therapiemaßnahmen und Verläufe während des stationären Aufenthaltes gehen ebenfalls in elektronischer Form in die Krankengeschichte ein. Die Patienten erhalten individuelle Identifikations-Nummern. Alle administrativen, medizinischen und pflegerischen Informationen über den Patienten werden dadurch automatisch gefiltert.

7,3 Millionen Euro für mehr Effizienz

"Seit April 2002 ist dieses neue Informationssystem erfolgreich im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz im Einsatz. Es zählt damit im EDV-Bereich zu den bestausgestatteten Krankenhäusern Europas", freut sich Dr. Christian Gierlinger, der Leiter des Zentralbereichs Informatik der St. Vinzenz Holding. Ausschlaggebend für das im März 1999 initiierte Großprojekt, das gemeinsam mit SAP durchgeführt wurde, waren die vielen kleinen EDV-Einzelsysteme, die "Insellösungen in unserem alten EDV-Verbund", erklärt Dr. Gierlinger. "Die medizinische EDV-Schiene entsprach nicht mehr den Ansprüchen eines effizient arbeitenden Krankenhauses". Das notwendige 7.267 Millionen Euro-Projekt (100 Millionen Schilling) konnte nur durch die geplante Umsetzung in allen vier Krankenhäusern der St. Vinzenz Holding finanziert werden. Zu dieser "Dachorganisation" gehören neben den Barmherzigen Schwestern in Linz die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern Ried i.I., Wien-Gumpendorf und das Orthopädische Spital Speising, wo das neue System flächendeckend ab April 2003 eingesetzt wird.

MedIS als ökonomisches Steuerungsinstrument

"Damit beschränkte finanzielle Mittel optimal genutzt werden können, bedarf es modernster Informationstechnologien, die helfen, Abläufe des Krankenhausbetriebes zu vereinheitlichen und zu straffen", bekräftigen Dr. Gierlinger und Mag. Helmut Ehrenmüller, SAP-Projektmanager, gemeinsam die Notwendigkeit von Informatik-Projekten. Die zunehmenden Budgetrestriktionen im Gesundheitswesen machen es unerlässlich, medizinische Leistungen auch ökonomisch zu betrachten - und das ohne Qualitätsverluste.

Durch die Integration der Bereiche medizinische Dokumentation, Patienteninformation, Personal-, Finanz- und Rechnungswesen sowie Logistik- und Controlling entsteht ein Werkzeug, das als Steuerungsinstrument für Auswertung, Analysen und Entscheidungsfindung eingesetzt werden kann. Die Patientendaten können beispielsweise exakt mit den Leistungen verknüpft und so auch genauer mit dem Landesfonds abgerechnet werden. Der gezielte Ressourceneinsatz ermöglicht eine Qualitätserhaltung in der Betreuung der Patienten, denn durch die permanente Aktualität der Daten können Abläufe deutlich optimiert sowie Aufwand und Kosten reduziert werden.

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